Open Source im professionellen Einsatz

NNabla: Freie Deep-Learning-Bibliothek von Sony

28.06.2017

Der Sony-Konzern hat seine eigene Bibliothek für neurale Netzwerke, NNabla genannt, als Open-Source-Software auf der Plattform Github veröffentlicht.

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Laut der Ankündigung im Blog des Projektes helfe NNabla bei der Forschung, Entwicklung und dem produktiven Einsatz des so genannten Deep Learning, einem speziellen Teilbereich des maschinellen Lernens. Laufen soll NNabla laut Sony "überall", das schließe Desktop-PCs, HPC-Cluster, Embedded-Geräte und Produktivserver mit ein.

Intern arbeite das zuständige Entwicklerteam von Sony bereits seit 2010 an derartigen Techniken. Der nun verfügbare Code sei bereits die dritte Generation von Sonys intern genutztem Deep-Learning-Framework. NNabla bietet ansonsten offenbar ähnliche Funktionen, wie die von anderen großen IT-Unternehmen unterstützten Projekte in diesem Bereich, namentlich Tensorflow (Google), CNTK (Microsoft) oder Caffe2 (Facebook).

So ist der Kern von NNabla in modernem C++-Code verfasst, auf den Entwickler aber auch über ein Python-API zugreifen. Die Software unterstützt außerdem Nvidias CUDA-Framework, so dass sich die entsprechenden Deep-Learning-Modelle mit Hilfe von Grafikkarten beschleunigen lassen.

Sony hat NNabla unter Linux mit Ubuntu 16.04 LTS sowie unter Windows 8 und 10 getestet. Der C++-Code lasse sich aber auch auf Embedded-Geräten einsetzen. Der Code von NNabla steht unter der Apache-2-Lizenz zum Download bereit, eine ausführliche Beschreibung für das Projekt liefert die Dokumentation.

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