Das Projekt Prism startete ursprünglich unter dem Namen Webrunner. Es handelt sich um eine Art abgespeckten Webbrowser, der auf die browsertypischen Bedienelemente verzichtet. Nach dem Start fragt Prism nach der Webadresse der Anwendung und einem Kurznamen und möchte dann wissen, ob es einen Link auf den Desktop legen soll. Verneint der Anwender das, beschwert sich der Einrichtungsdialog, andernfalls startet Prism die gewählte Webanwendung in einem eigenen Fenster

Wer möchte, kann sich aus der Shortcut-Datei auf dem Desktop den Start-Befehl extrahieren und ihn in das Start-Menü integrieren. Der Befehl folgt dem Schema "/ Installationsort/prism/prism -webapp Kurzname@prism.app". Der Aufruf funktioniert auf Anhieb, die Webanwendung steht zur Verfügung. Nun muss man gegebenenfalls noch Benutzername und Passwort für die Anwendung nachreichen.

Wie der kommende Firefox 3 soll auch Prism die Offline-Nutzung von Webanwendungen unterstützen. Die Entwickler planen zudem den Support von 3D-Grafikhardware, und der Installationsdialog soll auf lange Sicht verschwinden. Ziel ist es, Webanwendungen per Mausklick aus dem Browser heraus auf dem Desktop zu verankern.