Open Source im professionellen Einsatz

Mozilla spendet 539 000 US-Dollar an Open-Source-Projekte

04.10.2017

Mozilla Open Source Support (Moss) ist ein Programm, über das der Firefox-Hersteller verschiedene Open-Source-Projekte unterstützt, die zu Mozillas Ökosystem beitragen, aber auch dem Internet als solchem helfen.

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Wer sich dafür interessiert, was die bisherigen Projekte mit dem Geld erledigen konnten (Tor, Kea DHCP-Server und Read the Docs) findet im Blogpost Informationen dazu. Seit April hat Mozilla zudem rund 539 000 US-Dollar an verschiedene weitere Open-Source-Projekte gespendet, die der Blogeintrag vorstellt und interessante Ansätze verfolgen.

Ushahidi ist zum Beispiel eine Software, um Organisationen zur Wahlbeobachtung zu helfen, Informationen von den landesweiten Wahllokalen möglichst schnell zu sammeln und auszuwerten. Auch im Falle von Naturkatastrophen hilft die Software, den Überblick zu behalten und schnell Hilfe zu verteilen. In Kriegsgebieten kann sie (anonymes) Feedback über Zwischenfälle sammeln und dokumentieren. Mit Mozillas Finanzspritze in Höhe von 194 000 US-Dollar wollen die Macher die Software absichern und Risiken minimieren, die für Betreiber der Software in Falle von politisch veranlasster Überwachung entstehen können.

Mozillas eigenen Interessen als Projekt eher zumute kommen vermutlich die 125 000 US-Dollar, die an das Webpack-Projekt gehen. Das will das plattformübergreifende Webassembly-Format zu einem "Bürger erster Klasse" machen. Riseup bietet Online-Tools (Email, Listen, Chats und VPNs) für politische Aktivisten und will mit einer 100 000-US-Dollar-Spende den eigenen E-Mail-Service sicherer machen. Die HTML-5-Game-Engine Phaser will mit 50 000 Euro die Version 3 ihrer Software abschließen. Nicht zuletzt freuen sich die Entwickler des Apache-Projekts "mod_md" über 70 000 US-Dollar, um den Einsatz von HTTPS für Webseiten zu verbessern.

Auch verschiedene Security-Audits gehen auf das Konto des Moss-Projekts, darunter Expat (ein XML-Parser), GNU Libmicrohttpd (ein HTTP-Server für den Embedded-Bereich) und Crony, ein NTP-Daemon. Für das Audit von letzterem gab die Core Infrastructure Initiative das Geld, laut Mozilla waren die Security-Experten recht angetan von der Software. Eine Liste sämtlicher absolvierter Audits und die dazugehörigen Befunde liefert das Moss-Wiki.

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