Der Hauptentwickler von Kraft ist Klaas Freitag, hauptberuflich programmiert er für Suse beispielsweise am Buildservice. Die Auftragsbearbeitung hat der Entwickler auf Bitten seines Bruders, selbständiger Handwerker, als Freizeitprojekt in C++ geschrieben. Die KDE-Anwendung beschreibt sich als „kleine Geschäftskorrespondenz“ und besitzt alle grundlegenden Funktionalitäten zum Erstellen und Verwalten von Angeboten, Rechnungen und Auftragsbestätigungen. Dank der Anbindung an KDE können Rechnungen auch per Mail signiert und verschlüsselt als PDF versandt werden, für die Adressverwaltung nutzt die Software das entsprechende KDE-Modul. In der Neuauflage kann Kraft im PDF auch ein Wasserzeichen hinterlegen.

Mit Version 0.32 liefern die Entwickler einige wichtige Neuerungen, vor allem wird das Programm flexibler: Der Anwender kann nun die verschiedenen Dokumenttypen wie Angebot oder Rechnung per Dialogfeld bearbeiten und ergänzen; auch die Nummernkreise für die Rechnungen können jetzt konfiguriert werden. Eine weitere, wesentliche Einschränkung ist mit Kraft 0.32 beseitigt: Bislang war der Steuersatz auf 19 Prozent festgelegt, abweichende Regelungen waren nicht möglich. Wie Freitag nach einem Kurztest im Linux-Magazin 02/2009 versprochen hatte, ist dies nun anders: Pro Dokument kann der Anwender nun einstellen, ob der volle oder reduzierte Steuersatz zum Tragen kommt, oder gar keine Umsatzsteuer anfällt. „Damit ist Kraft fertig für den internationalen Einsatz“, schreibt der Entwickler auf seiner Webseite.

Kraft 0.32 steht auf der Projektseite unter GPLv2 zum Download bereit.