Middleware-Pakt: Talend kauft Sopera
Talend, Anbieter von Open-Source-Software für Datenmanagement mit Sitz in Paris und Kalifornien, kauft den Bonner SOA-Spezialisten Sopera.
Das nötige Kleingeld hat sich Talend in Form einer Kapitalspritze in Höhe von 34 Millionen US-Dollar über das Investment-Unternehmen Silver Lake Sumeru und bestehende Investoren besorgt. Über den Kaufpreis gibt es keine Informationen.
Sopera hat sich auf Service orientierte Architekturen und Middleware spezialisiert und komplettiert Talend, aus eigener Sicht, zu einer der Top-5-Firmen im weltweiten Markt der reinen Open-Source-Anbieter. Das Kernprodukt von Sopera ist die Plattform Sopera Advanced Service Factory. Entstanden ist Sopera, nachdem die Deutsche Post ihre SOA-Lösung unter Open-Source-Lizenz veröffentlichte. Aus dem nun verkündeten Zusammenschluss soll eine integrierte Software-Plattform entstehen.
Sopera geht mit der Übernahme komplett in den Besitz von Talend über und wird zu "Application integration division". Die Angestellten von Sopera sollen alle übernommen werden. Angriffsziel von Bertrand Diard, CEO und Mitgründer von Talend, sind die von proprietären Lösungen beherrschten Märkte der Applikations Integration. Diard zählt dort etwa Tibco, die Software AG und Progress Software zu den Konkurrenten.
Investor Silver Lake Sumeru entsendet mit John Brennan einen Manager in den Verwaltungsrat von Talend. Binnen 30 Tagen will Talend Informationen zum neuen Produktportfolio und eine Roadmap fertig haben.





