Open Source im professionellen Einsatz

Microsoft wirbt für Dotnet-Micro-Community

03.02.2010

Seit Ende Januar soll eine dedizierte Community-Webseite produktives Miteinander für Dotnet-Embedded-Anwendungen ermöglichen. Die entsprechende SDK-Familie ist teilweise unter der Apache-Lizenz erhältlich.

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Peter Galli, der die Position als Open-Source-Communitymanager in Microsofts Platform Strategy Group bekleidet, hat im Open-Source-Blog von Microsoft auf die neue Community-Plattform hingewiesen: Sie sei "so offen, wie unser Produkt es ist", zitiert er den zuständigen Microsoft-Produktmanager. Der eigenen Ankündigung vom November 2009 leistete der Redmonder Konzern Folge und veröffentlichte Teile des Dotnet-Micro-Familie unter der Apache Lizenz 2.0. In dieser Ankündigung war auch eine eigene Community-Seite angekündigt worden.

Wer sich die Windows-Software selbst erst einmal ansehen möchte, findet sie nicht auf der Community-Seite, sondern auf den Download-Webseiten von Microsoft. Das Unternehmen erhofft sich von seiner neuen Community-Seite, dass viele Leute die Version 4.0 des Dotnet-Micro-SDKs und seine Geschwister herunterladen, ihre Eigenkreationen diskutieren und - entweder kostenlos oder kommerziell orientiert - im so genannten Showcase anbieten. Der Programmtext des Frameworks soll weiterhin von Microsoft veröffenentlicht werden, aber externe Interessierte sollen an der Entscheidung teilhaben, welcher Code in die Versionen fließt.

Damit es auch jeder versteht, gießt Microsoft seine Vorstellung von dem neuen Community-Modell rund um das Dotnet-Micro-Framework in diese Grafik. Abbildung: Microsoft, Netmf.com.

Unter der Open-Source-Lizenz stehen das Micro-SDK sowie ein Porting-Kit, das die Anpassung des mit dem SDK entwickelten Programms auf spezielle Hardware erleichtert. Von der Apache-Lizenz ausgeschlossen sind die beiden Bibliothekssammlungen zu Verschlüsselung und Netzwerk. Der Funktionsumfang des SDKs und die Lizenzeinschränkungen sind in dem Release-Announcement im Micro-Teamblog erklärt, die einzelnen Dotnet-Micro-Komponenten am besten in diesem Blogeintrag eines Microsoft-nahen Entwicklers Michael Schwarz.

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