Open Source im professionellen Einsatz

Microsoft beschleunigt Verschlüsselung

09.02.2016

Forschern von Microsoft ist es nun in Zusammenarbeit mit Kollegen der Mathematischen Fakultät der Princeton University gelungen, eine spezielle Form der Verschlüsselung wesentlich zu beschleunige

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Dabei handelt es sich um die so genannte Homomorphe Verschlüsselung, ein Verfahren, bei dem mit den verschlüsseleten Daten gerechnet werden kann, ohne sie zuvor entschlüsseln zu müssen. Das hat zahlreiche Vorteile in Punkto Sicherheit und eignet sich beispielsweise gerade für Cloudumgebungen, in denen sich die Teilnehmer untereinander nicht vertrauen können. Allerdings wurde diese Art der Verschlüsselung bisher kaum angewandt, weil sie aufgrund des hohen Rechenaufwands viel zu langsam war.

Nun wollen die Forscher mit Blick auf die Geschwindigkeit eine Grenze durchbrochen haben. Der Schlüssel dazu sind neuronale Netze, die in einer Pre-Processing-Phase zum Einsatz kommen. In einem Test konnte ein Computer mit Xeon E5-1620 CPU und 16 GByte RAM unter Windows 10 handgeschriebene Worte in 28x28 Pixeln großen Bildchen mit 99prozentiger Sicherheit erkennen, obwohl die Bilder verschlüsselt waren. Das System schaffte beinahe 52 000 Worte in der Stunde. Die dafür entwickelten Algorithmen werden als Durchbruch angesehen, auch wenn noch viel weitere Arbeit zu leisten sein wird.

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