Das neue Feature fasst mehrere Repositories zu einer Gruppe zusammen. Diese kann der Anwender wie jedes andere Repository behandeln, das heißt, die üblichen Clone-, Commit-, Push- und Pull-Befehle lassen sich auf die Gruppe anwenden. Das soll die Verwaltung mehrere Komponenten einer Anwendung und ihrer Bibliotheken vereinfachen. Die Entwickler betonen, dass es sich um ein experimentelles Feature handelt, und dass nicht alle Kommandos vollständig implementiert sind. Weitere Informationen gibt eine eigene Seite über die Sub-Repositories.

Daneben haben die Entwickler zahlreiche weitere Änderungen an der Software vorgenommen: Neue Optionen sind "merge -P" für eine Vorschau (Preview) und "update -c" für einen Check, der bei lokalen Veränderungen abbricht. Bei den Erweiterungen gibt es als Neuzugang die Share-Extension, mit dem mehrere Anwender die History eines Repository teilen können, um Push- und Pull-Kommandos zu sparen. Eine detaillierte Übersicht aller Änderungen geben die Release Notes.

Mercurial 1.3 funktioniert nicht mehr mit Python 2.3, sondern setzt mindestens Python 2.4 voraus. Die neue Mercurial-Release gibt es unter GPLv2 im Quelltext auf der Download-Seite. Binärpakete sind derzeit offenbar noch in Arbeit. Die nächste Version ist für November 2009 geplant.

Zeitgleich erscheint TortoiseHg 0.8.0 für Mercurial 1.3. Die Software integriert Mercurial-Kommandos in die Kontextmenüs von Windows Explorer und Gnome Nautilus.