Open Source im professionellen Einsatz

Matthew Garrett kritisiert Linux Foundation

21.01.2016

Der Linux-Entwickler Matthew Garrett wirft der Linux Foundation eine Abkehr von der Community vor.

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Garrett kritisiert, dass in einer Satzungsänderung die bislang durch die Community-Mitglieder wählbaren Sitze im Vorstand weggefallen sind. Bislang seien zwei Sitze durch das Votum der Individual Members besetzt worden, dies habe sich nun geändert. Zur Abstimmung seien nur noch die Mitgliedsfirmen aufgerufen, so Garrett. Das "Individual Membership Program" heiße nun auch "Individual Supporter Program".

Der streitbare Entwickler spekuliert in seinem Blogbeitrag, ob die Änderung mit den GPL-Lizenz-Prozessen zu tun haben könnte. Garrett frägt sich, ob der Prozess gegen Vmware, einem Mitglied der Foundation, dazu geführt haben könnte, dass die Beteiligung der Community bei der Wahl nicht mehr erwünscht sei. Es solle wohl verhindert werden, dass jemand in das Board aufrückt, der für die Verteidigung der GPL eintritt, vermutet Garrett.

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