Open Source im professionellen Einsatz

Marsflug statt Hausbau

19.06.2017

Ein Flug zum Mars könnte mir mehreren Millarden Dollar pro Person für manchen Astronauten noch nicht kostengünstig genug sein, vermutet der Milliardär Elon Musk, CEO des Unternehmens Space X. Um die Kolonisierung des roten Planenten voranzutreiben will er die Startgebühren auf den Preis eines Eigenheims drücken.

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Paypal-Migtründer, E-Autobauer und Raumfahrtunternehmer Elon Musk rechnet in einem jüngst erschienenen Papier vor, dass eine Reise zum Mars für 12 Pioniere derzeit noch rund 10 Milliarden Dollar pro Person kosten würde. Unter diesen Umständen stehen die Chancen schlecht, das Dutzend Neusiedler zu rekrutieren, die auf dem Mars eine erste Kolonie gründen könnten. Wenn aber die Kosten einmal vergleichbar denen wären, in den USA ein durchschnittliches Haus zu kaufen, also um die 200 000 Dollar betragen würden, dann stünden die Chancen gut für eine sich selbst erhaltende Kolonie. Musk glaubt, dass es dazu sehr wahrscheinlich kommen wird. Er meint sogar, er werde die Flugkosten einmal unter 100 000 Dollar drücken können, das wäre billiger als ein Universitätsabschluss.
Wie soll das gehen? Dafür hat Musk konkrete Ideen:

  • Das Raumschiff sollte mehrmals fliegen können, etwa aller zwei Jahre, und es sollte sich im All auftanken lassen.
  • Die Marskolonie sollte Raketentreibstoff produzieren können, damit das Raumschiff zurückkehren kann. Am besten würde sich dafür Methan eignen, glaubt Musk. Das sei billiger und verbrauche weniger Energie als sie Herstellung von Sauerstoff.
  • die Rakete müsste sehr groß sein um viele Menschen und riesige Mengen Fracht auf den Mars zu befördern. Beim Start müsse eine solche Rakete 13 000 Tonnen Schub erzeugen.

Im günstigsten Fall könnte es in zehn Jahren soweit sein, glaubt Musk. Ansonsten rechnet er mit einem Zeitfenster beginnend ab 2023.

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