Mark Shuttleworth will Qt-Apps für Ubuntu

“Der Wert einer Software ist wichtig, das eingesetzte Toolkit ist nur Mittel zum Zweck”, schreibt Ubuntus Hauptsponsor in seinem Blog. Man wolle zukünftig etwas Platz auf der Ubuntu-CD freiräumen, um Qt-Anwendungen zu integrieren.

Mark Shuttleworth bloggt über die Zukunft von Ubuntu, diesmal geht es um Qt. Offenbar wollen die Ubuntu-Entwickler in einer der nächsten Versionen auch Qt-Anwendungen in Ubuntu integrieren.

Zwar vertragen sich Qt- und GTK-Anwendungen bereits seit einiger Zeit recht gut, was auch an den Bemühungen der Linux Standard Base und Freedesktop.org liegt, die eine höhere Kompatibilität zwischen den Desktops schaffen. Traditionell setzt Ubuntu aber auf Gnome und das Toolkit GTK (beim Programmieren kommen C, Python, Vala, Mono zum Einsatz), während Kubuntu und KDE das Qt-Toolkit verwenden (das auf C++ setzt). Ein Grund für die Trennung besteht unter anderem in den unterschiedlichen Konzepten, Qt- und GTK-Anwendungen zu konfigurieren.

Laut Shuttleworth unterstützt Canonical daher die Entwicklung der Dconf-Bindings, die es zukünftig erlauben sollen, Qt-Anwendungen über dieselben Systemeinstellungen wie Gnome-Programme zu steuern. Bei Dconf handelt es sich um ein Low-Level-Konfigurationssystem, das als Backend für GSettings dient.

Zugleich deutet Shuttleworth an, dass man zukünftig auch KDE-Programme in Ubuntu integrieren könne. Aber: “Wir schlagen nicht vor, dass Amarok in nächster Zeit Banshee ersetzen soll.” KDE-Apps wüssten nichts von der Dconf und ließen sich daher nicht so einfach in Ubuntu integrieren. Wenn eine KDE-Anwendung jedoch über eine Dconf-Anbindung verfüge, würde sie für Shuttleworth mit zu den Kandidaten für Ubuntus Standardinstallation zählen.

Der Eintrag schließt mit dem Hinweis an die Gnome-Community: Man setze auch weiterhin auf Gnome, Offenheit und Diversität seien aber eine gute Sache. Die Arbeit am Design konzentriere sich jedenfalls weiterhin auf Gnome. Wenn sich das Projekt aber an Qt annähere, würde man das gern unterstützen.

[Diese News entstammt der Zeitschrift Ubuntu User]

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