Mark Shuttleworth: Apple überholen, an Windows denken
25.07.2008
In seiner Keynote zur OSCON (O'Reilly Open Source Convention) im amerikanischen Portland (Oregon) sprach Ubuntu-Mäzen Mark Shuttleworth über seine Vision eines zukünftigen Linux.
Die Herausforderung der nächsten zwei Jahre bestehe laut Shuttleworth darin, Linux, das "stabil und robust und nicht so hübsch" sei, "in etwas zu verwandeln, das Kunst ist". Er rief die Entwickler dazu auf, Apple nicht nur zu emulieren, sondern es in Designfragen zu überholen. Er verwies auf das iPhone, das eine ungetrübte Software-Erfahrung biete. Es gäbe einen Bedarf an schöner und eleganter Software. Dabei helfe es unter anderem auch, feste Release-Zyklen für die Software-Entwicklung festzulegen.
Zugleich sprach sich Shuttleworth gegen Werbebanner in freier Software aus: Das funktioniere sicherlich für Webseiten, nicht aber für Open-Source-Anwendungen. Hier seien vielmehr Dienste auf Subskriptionsbasis ein Weg, um Geld zu verdienen. Nicht zuletzt sprach der Ubuntu-Gründer auch über den Konkurrenten Microsoft. Er rief die Entwickler dazu auf, auf die Kompatibilität mit Microsofts Produkten zu achten, auch wenn sie diese selbst nicht nutzen. Die Plattform-Toleranz sei notwendig, da es zahlreiche Anwender gäbe, die plattformübergreifend arbeiten.
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