Open Source im professionellen Einsatz

Make-Play-Live veröffentlicht ARM-Board Improv

26.11.2013

Mit dem ARM-basierten Entwicklerboard Improv bietet das Projekt Make-Play-Live sein erstes Produkt an.

222

Das Improv besteht aus einem Feature Board mit Schnittstellen und der darunter befestigten CPU-Karte mit Hauptprozessor und RAM. Das Kernstück ist ein dualcore ARM-System-on Chip-(SoC) mit ARM-Cortex-A7, 1 GHz Taktrate, 1 GByte RAM und 4 GByte NAND-Flash sowie einem Grafikchip mit OpenGL-ES-Unterstützung. Zu den Anschlüssen zählen 2 USB-Ports (ein Fullsize-Host und ein Micro-OTG), SD-Kartenleser, HDMI, 10/100-Ethernet, SATA, I2C, VGA/TTL und 8 GPIO-Pins. Alles in allem wiegt das passiv gekühlte Gerät unter 100 Gramm.

Das Improv besteht aus CPU-Karte (links) und Feature Board.

Vorinstalliert ist die Linux-Distribution Mer OS mit Zypper-Paketmanager, Systemd, X.org, Wayland, Qt 4, Qt 5, KDE Plasma Desktop und Plasma Active sowie dem Mer Platform SDK. Entwickler können zudem den Mer Open Build Service nutzen, um ihre Pakete kompilieren zu lassen. Nach Angaben des Projekts lassen sich auch Debian, Linaro und Android auf dem Gerät zum Laufen bringen.

Wie Aaron Seigo von Make-Play-Live in seinem Blogeintrag zum Produkt betont, ist das Improv-Board Open Hardware. Die CPU-Karte folgt dem Standard EOMA68, der Schaltplan des Feature Board steht unter GPL. Das Produkt richtet sich an Hard- und Software-Bastler, die darauf kreative Produkte aufbauen sollen. Seigo lädt sie in die hauseigenen Diskussionsforen ein.

Verbraucher in Deutschland zahlen für ein Improv inklusive Versand und Mehrwertsteuer rund 100 US-Dollar. Weitere Informationen sowie Bestellmöglichkeit gibt es unter https://makeplaylive.com

Ähnliche Artikel

  • KDE Akademy 2012: Open Science, wie Open Source-Entwickler erfolgreich Patentansprüche kontern und der Ärger mit Android-Treibern, .

    Auch im weiteren Verlauf des diesjährigen Entwicklertreffens der KDE-Community in Tallin bekamen die Zuhörer in Keynotes und Vorträgen interessante Einblicke in das Universum des Linux-Desktops wie auch generell nützliche Tipps für Entwickler freier Software geboten. Von Open-Source-Geräten mit KDE bis zur erfolgreichen Abwehr von Patentangriffen reichte das Spektrum, in dem auch die Erfolge von KDE und die zunehmende Verbreitung offener Ansätze in der Wissenschaft ihren Platz hatten.

  • KDE-Akademy

    Anwenderkritik, Probleme mit mobiler Hardware und sozialen Netzen standen im Mittelpunkt des zehnten Entwicklertreffens der KDE-Community. Dabei hat das Projekt auf seinem Weg – ganz ähnlich wie der Gastgeber Estland – aber auch einige Erfolge vorzuweisen.

  • Make Play Live Partner Netzwerk für KDE Plasma Touchpads

    Nachdem mit dem Vivaldi-Tablet das erste Touchpad mit KDE Plasma Active käuflich erhältlich ist, treiben die Entwickler der Open-Source-Platform für Linux-Geräte die Integration in den Business Markt voran.

  • Ark OS läuft auf mehr Plattformen

    Die Macher von Ark OS haben angekündigt, dass ihre Arch-basierte Distribution nun zwei weitere ARM-Boards unterstützt, der Support für ein drittes Produkt sei auf dem Weg.

  • Vierkern-ARM-Board: Wandboard Quad

    Der Entwicklungsdienstleister DENX Computer Systems erweitert seine Wandboard-Reihe um ein ARM-Board mit Vierkern-CPU.

comments powered by Disqus

Ausgabe 10/2017

Digitale Ausgabe: Preis € 6,40
(inkl. 19% MwSt.)

Artikelserien und interessante Workshops aus dem Magazin können Sie hier als Bundle erwerben.