Open Source im professionellen Einsatz

MaaS 1.9 macht mobil

21.01.2016

Canonicals freie Software MaaS (Metal-as-a-Service) bringt in Version 1.9 neue Features mit, die vor allem in Telekommunikations-Netzwerken Standard seien.

208

VLANs, Bonding und Jumbo Frames seien Standards in Telekommunikations-Netzwerken, schreibt Kiko Reis in einem Blogeintrag zur neuen Version 1.9 von MaaS. Die komme nun auch mit diesen Standardanforderungen zurecht. Canonicals Software, MaaS steht für Metal-as-a-Service, betankt "leere" Server automatisch mit Betriebssystemen und hilft zugleich beim Aufbau von (virtuellen) Netzwerken.

Zusätzliche Netzwerk-Setups für einen Knoten, die über die ausgelieferte Minimalkonfiguration hinaus gingen, aber auch das Ändern der Storage-Einstellungen, erforderten bislang stets Handarbeit vom Admin. Neuerdings lassen sich einzelne Nodes über ein Webinterface oder ein API komplett konfigurieren.

MaaS 1.9 soll besser konfigurierbar sein (Quelle: ubuntu.com).

Jeder Knoten verfügt dafür über zwei hauptsächliche Konfigurationsbereiche. Im Netzwerkbereich bündelt der Admin Interfaces, taggt VLANs und richtet MTUs für einzelne Schnittstellen ein. Im Speicherbereich lassen sich Festplatten mit Hilfe von LVM und Software-RAIDs in Logical Volumes verwandeln, partitionieren und formatieren, bislang mit Ext 4 und XFS. Support für ZFS ist angekündigt.

Um MaaS diese Fähigkeiten beizubringen, haben die Entwickler am MaaS-Datacenter-Modell gefeilt, das die Architektur des Netzwerks aufzeichnet. Ein künftiger Blogpost soll Licht auf diesen Aspekt werfen. Wer MaaS 1.9 bereits testen möchte, kann die neue Version über ein Personal Package Archive (PPA) installieren oder warten, bis es in Ubuntu 14.04 landet.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus

Ausgabe 08/2016

Artikelserien und interessante Workshops aus dem Magazin können Sie hier als Bundle erwerben.