Open Source im professionellen Einsatz

MIT kündigt "unhackbaren" RFID-Chip an

08.02.2016

Als "Hack-proof" bezeichnet das MIT vollmundig seine neue Generation von RFID-Chips. Sie sei gegen Power-Glitch-Attacken gewappnet.

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Der in Kooperation von MIT-Forschern mit Texas Instruments entwickelte Radio Frequency Identification Chip (RFID) sei "virtually impossible to hack.", heißt es in der Ankündigung mit einiger Selbstüberzeugung. Damit eigne er sich für Kreditkartendaten, Schlüsselkarten und Paletten mit Gütern in Warenlagern.
Der Chip verhindere konkret Side-Channel-Angriffe, bei denen sich über Muster beim Speicherzugriff oder Fluktuationen in der Stromversorgung (Power-Glitch-Attacken) der Schlüssel auslesen lasse. Gegen eine Attacke über die Stromversorgung soll eine Stromquelle auf dem Chip selbst schützen. Zudem sichern nicht-flüchtige Speicherzellen Inhalte, an denen der Chip bei einem Ausfall der Stromversorgung gerade arbeitet. Dank ferroelektrischer Kristalle sollen die Speicherzellen auch nach einem Stromausfall ihre Polarisation behalten.

Vorgestellt haben die MIT-Forscher um Chiraag Juvekar den Chip auf der International Solid-State Circuits Conference in San Francisco. Ob der neue RFID-Chip nun tatsächlich gegen sämtliche Angriffsszenarien gewappnet ist, dürfte allerdings erst die Zukunft zeigen.

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