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Linuxtag-Programm 2008: Kernel, Office und vieles mehr

Das Programm des Linuxtages steht nun online. Der Linuxtag e.V. versammelt vom 28. bis 31. Mai Open-Source-Projekte und -Firmen sowie Linux-Distributoren auf dem Messegelände in Berlin.

Als Keynote-Redner haben die Veranstalter Linuxtag e.V. und Messe Berlin GmbH bekannte Namen zu bieten, unter anderem den KDE-Vorsitzenden Aaron Seigo, den Kernel-Maintainer David Miller, der für den Networking Code zuständig ist, und den Gnome-Gründer Nat Friedman. Debian-Erfinder Ian Murdock spricht über die Community als Distributor. Mehrere Kernel-Entwickler werden vor Ort sein: Thomas Gleixner geht unter dem Titel "Quo vadis?" der Qualitätssicherung und der Nachhaltigkeit des Linux-Projekts nach. Christoph Hellwig stellt das Dateisystem XFS vor. Außerdem wird Linux-Magazin-Redakteur und Linuxtag-Mitgründer Nils Magnus eine Fragestunde moderieren, bei der Kernelentwickler auf dem Podium Fragen aus dem Publikum beantworten.

Auch jenseits des Kernels gibt es ein buntes Programm: Als Linux-Anwender aus der öffentlichen Verwaltung wird unter anderem die Stadt Freiburg zu hören sein, die Open Office in der öffentlichen Verwaltung einsetzt, sowie das Auswärtige Amt, das von der Open-Source-Strategie und den bisherigen Veröffentlichungen der Behörde berichtet. An anderer Stelle spricht ein Absolvent der LPIC-Prüfungen 301 und 302 über die Relevanz der LPIC-3-Prüfungen für den Alltag eines Sysadmins. Dicht über dem Hardware-Boden bewegt sich dagegen der Workshop zu Flashrom, einem Programm, das das Linux-BIOS Coreboot auf den EEPROM eines Mainboards schreibt. Einen Crashkurs in Open-Source-Geschichte und -Kultur bietet der promovierte Mathematiker, Informatiker und Philosoph Jochen Koubek von der Berliner Humboldt-Universität. Schließlich gibt es eine eigene Unter-Konferenz zu Open Office mit Einblicken in die neue Version und Themen wie Open Office im Netzwerk.

Das Programm ist auf der Website des Linuxtags unter dem Menüpunkt "Konferenz" zu finden. Es gliedert sich in 25 thematische Blöcke und enthält insgesamt rund 240 Veranstaltungen. Ein Tagesticket kostet 9 Euro (ermäßigt 5 Euro), ein Dauerticket für alle vier Tage 24 Euro (ermäßigt 13 Euro). Der Linuxtag vergibt an ausstellende Projekte kostenlose E-Tickets, die diese an die Community weitergeben.

Unmittelbar vor dem Linuxtag findet ebenfalls auf dem Messegelände am 26. und 27. Mai der Asterisktag mit Vorträgen und Workshops statt, dessen Eintrittstickets für 416,50 Euro bzw. ermäßigt 59,50 Euro bis zum 20. Mai erhältlich sind. Das Ticket gilt auch für den Linuxtag (siehe Meldung auf Linux-Magazin Online).

(Anika Kehrer)
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