Open Source im professionellen Einsatz

Linuxtag 2010: DPL Zacchiroli will Barrieren abbauen

10.06.2010

Bei der Mini-Debconf im Rahmen des Linuxtag in Berlin hat Debian-Projektleiter (DPL) Stefano Zacchiroli Entwickler und Nutzer zur aktiven Beteiligung aufgerufen.

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"Step in" und "You can" lautet die Botschaft des DPL an die Anwesenden. Der erst seit einigen Monaten im Amt befindliche Zacchiroli tätigte in Berlin eine Art Antrittsbesuch bei der deutschen Debian-Community. Sein Credo: Debian macht sehr viel richtig, kann aber noch mehr. Insbesondere die Barrieren zur aktiven Beteiligung sind dem DPL ein Dorn im Auge. Es könne nicht sein, dass man bei Debian ein dickes Fell brauche, um den teilweise ruppigen Umgangston in den Mailinglisten aushalten zu können, sagte Zacchiroli und stellte klar, dass es sich bei Verfassern von unfreundlichen Replys um eine Minderheit handle. Gleichwohl solle die Community dann klarstellen, dass Neue willkommen sind und unhöfliche Postings nicht. Die pure Manpower sei überlebenswichtig für Debian - und alles was Nutzer vom mitmachen abhält entsprechend tödlich für das Projekt. Zacchiroli rief dazu auf, sich einfach zu trauen, es gäbe sehr viel zu tun, wozu keine außerordentlichen Programmierer-Skills nötig seien.

Zuvor hatte der DL die Qualitäten von Debian hervorgehoben. Qualität, gleichberechtigte Pakete und wirkliche Freiheit in Software und Infrastruktur seien die Merkmale der Distribution: "No company babysitting us", sagte Zacchiroli im Hinblick auf konkurrierende Distributionen.

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