Der Bremer Linux-Distributor Univention erweitert sein Angebot um einen Linux-Schulserver. Auf dem Linuxtag 2009 wird der Hersteller das Produkt namens UCS@school den Besuchern vorführen.
Der Schulserver beruht auf dem Debian-Derivat Univention Corporate Server (UCS), einem Enterprise-Linux samt Identity-Management und Verwaltung der Infrastruktur. UCS@school erweitert den Funktionsumfang, um die Bedürfnisse von Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen zu bedienen.
Dazu gehören beispielsweise Schul- und Unterrichts-spezifisches Benutzermanagement sowie eine Schnittstelle zu externen Schulverwaltungsprogrammen. Das Klassenraummodul fasst mehrere Rechner zu einem PC-Labor zusammen, das sich zentral vom Computer des Lehrers steuern lässt. Lehrkräfte können beispielsweise den Internetzugang an- oder ausschalten und die Schülerbildschirme sperren oder beobachten. Weitere Funktionen dienen der Unterrichts- und Raumplanung sowie dem Austeilen und Einsammeln digitaler Unterrichtsmaterialien. Details nennt die UCS@school-Produktseite. Der Quellcode ist unter GPL lizenziert.
Nach Angaben von Univention stecken im Schulserver fünf Jahre Erfahrung mit IT-Anforderungen von Schulen im Land Bremen. Derzeit seien UCS und UCS@school dort in rund 160 Schulen im Einsatz, daneben gehört auch die Hochschule der Medien in Stuttgart zu den Anwendern.
Der Hersteller zeigt an seinem Counter auf dem Stand des Linux-Verbands (LIVE) (Stand 112, Halle 7.2a) eine Demoversion des Produkts. Der fertiggestellte Schulserver ist für September angekündigt und wird inklusive einem Jahr Maintenance- und Support angeboten. Preise will die Firma Univention noch bekanntgeben. Sie sollen sich an vergleichbaren Schullösungen orientieren.
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