Linuxtag 2008: Open Teo optimiert Distributionen für Energiespar-PCs
31.05.2008
Auf dem Linuxtag 2008 hat der Hardwarehersteller Christmann seine energiesparenden Rechner der Teo-Reihe (Thin Economic Office) gezeigt. Mit Linux-Magazin Online sprach der Produktentwickler Björn Kalkbrenner über die junge Open-Teo-Community.
Das Community-Projekt Open Teo soll sich der Distributionsanpassung für die Christmann-Rechner annehmen. Das Projekt ist noch sehr jung und es sei eigenständig. Es erfährt aber Unterstützung durch die Firma Christmann Informationstechnik und Medien, die es ins Leben gerufen hat. Eine Vereinsgründung sei angedacht, sagte Björn Kalkbrenner in Berlin. "Wir können nicht Support für so viele Distributionen bieten", begründete er die Projekt-Initiative. Die Firma bietet ihre Mini-PCs neben Windows ("Das will halt der Markt") mit Ubuntu oder auch ohne Betriebssystem an. Das Open-Teo-Projekt erweitert die getesteten Distributionen zur Zeit auf Gentoo.
Daneben setzt die junge Community, die bislang nur mit einem Wiki arbeitet, ihre eigenen Ideen um. So sei gerade ein Projekt in Gründung, das den Basic-Teo-Rechner softwareseitig als Router optimiert. Ganz neu sei die Portierung des Xbox Media Center (XBMC) auf den Teo Power. Am gemeinsamen Stand von Christmann Informationstechnik und dem Open Teo zeigte das Projekt eine erste Beta-Version, die noch nicht öffentlich zu haben ist, die grafisch ausgefeilte XBMC-Funktionen auf einem Breitbild-Fernseher übertrug. Direkt auf dem Linuxtag sei außerdem das Linux-MCE-Projekt an die Hardware-Firma herangetreten und hat einen Teo Power für die Dauer der Messe als Leihgabe bekommen: Es wolle einmal sein Kubuntu darauf installieren, das zu einem Betriebssystem für Hausautomatisierung ausgebaut ist (siehe Artikel auf Linux-Magazin Online).
Eine Basis-, eine Media- und eine Power-Version gibt es von den Klein-Computern namens Teo X. Die Hardware-Zusammenstellung erfolgte hausintern bei Christmann Informationstechnik, teilweise bauen die niedersächsischen Techniker die Elemente selbst. Designziel ist, wie der sprechende Name sagt, Energieeffizienz (TEO, Thin Economic Office). Alle Rechner der Teo-X-Reihe verbrauchen 30 bis 40 Watt als Spitzenwert unter Volllast, versicherte Kalkbrenner Linux-Magazin Online. Im Standby-Betrieb nehmen die Mini-PCs rund drei Watt auf, bezifferte er das andere Ende der Skala. Energieeffizienz heiße nicht nur, den Verbrauch niedrig zu halten, führte er aus: "Energieeffizienz heißt, die Hardware auszunutzen."
Die Teo-X-Desktoprechner (19 mal 19 mal 12,5 Zentimeter) sind zur Cebit 2008 vorgestellt worden. Sie sind frei konfigurierbar und bewegen sich zwischen 299 und 699 Euro. Eigene Rechner baut die mittelständische Firma seit 2007, vorher handelte sie mit Hardware.
(Anika Kehrer)
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