Mit Hilfe von Virtualbox virtualisiert Schwäbisch Hall Windows XP für Arbeitsplatzrechner. Die Oberfläche wird dabei über Nomachine-Terminalserver und das zugehörige Java-Browser-Plugin für Firefox- und Internet Explorer auf Linux-Desktops zur Verfügung gestellt. Das virtuelle Windows beinhaltet eine für die Bundesdruckerei angepasste Java-Umgebung und unterstützt USB-Geräte wie Fingerabdruckscanner und Drucker. Die Lösung erreichte in den letzten neun Monaten laut Horst Bräuner dank der Virtualisierung eine Verfügbarkeit von nahezu 100 Prozent.

Die IT Leitung der Stadt Schwäbisch Hall fasst unter dem Begriff Rathaus 2.0 neben der Virtualisierung verschiedene Projekte zusammen - die Openxchange Groupware Migration, das Linux-Terminalserver-Cluster und die Entwicklung, Portierung und Virtualisierung von Fachanwendungen gehören dazu.

Horst Bräuner, IT-Leiter der Stadt Schwäbisch Hall, stellt das Rathaus 2.0 vor

Horst Bräuner, IT-Leiter der Stadt Schwäbisch Hall, stellt das Rathaus 2.0 vor

Schwäbisch Hall ist einer der Vorreiter der Linux Migration in deutschen Behörden. Weitere Informationen dazu liefert ein Artikel aus dem Archiv des Linux-Magazins. Vier IT-Mitarbeiter administrieren 800 Arbeitsplätze, die fast ausschließlich Linux auf dem Desktop einsetzen. "Dank der Umstellung auf Linux-Clients hat sich der Aufwand für die Administration in der Stadt Schwäbisch Hall deutlich verringert. Linux auf unserem Desktop benötigt viel weniger Pflege als vergleichbare proprietäre Systeme", so Horst Bräuner im Gespräch mit Linux-Magazin Online.