Open Source im professionellen Einsatz

Linuxconf Europe: Kernel-Programmierung und Energieeffizienz

04.09.2007

Die Linux-Konferenz in Cambridge hat sich heute mit Energiesparen und dem Power Management des Kernels beschäftigt.

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Der Intel-Entwickler Arjan van de Ven begann den Vormittag mit einem Überblick über die verbreitetsten Programmier-Unarten unter Linux, die zu unnötigem Energieverbrauch führen. Dazu gehören seiner Meinung nach überflüssiges Polling von Systemressourcen und unzureichendes Caching von Daten, die von der Festplatte gelesen werden. Diese Probleme zeigte er an Desktop-Anwendungen auf.

Daneben schlug er einen Bogen zu Embedded Linux und dem Einsatz auf Mobilgeräten, auf denen Power Management eine große Rolle spielt. Diese Geräte sind ein wachsendes Segment in der Verbreitung von Linux. In letzter Zeit sind Geräte wie Nokias Internet-Tablet N770/800 auf den Markt gekommen, Umgebungen wie OpenMoko und Qtopia ebnen dem freien Betriebssystem den Weg aufs Handy.

Die Vormittagssitzung schloss mit dem Vortrag von Matthew Garret, Chef des Ubuntu-Laptop-Teams, der sich seit 2003 mit Power Management beschäftigt. Stolz verkündete er, der Einsatz des von ihm geschriebenen Codes habe mehr Energie gespart als er mit Flügen zu Linux-Konferenzen in aller Welt verbraucht habe. Neben dieser sehr persönlichen Ökobilanz strich er jedoch vor allem die längeren Laufzeiten für akkubetriebene Mobilgeräte heraus, die besseres Power Managament attraktiv machen.

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