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Linux-staging: Neuer Kernel-Zweig für neue Treiber

Sind Treiber noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase, ist weder der Next- noch der mm-Tree der richtige Platz für den noch experimentellen Code. Um trotzdem mehreren Entwicklern den Zugang zum neuen Code zu ermöglichen, hat Greg Kroah-Hartman einen neuen Entwicklungszweig für den Kernel gestartet.

Langfristige Entwicklung ist der primäre Zweck des neuen Kernel-Trees, den Greg Kroah-Hartman in seiner Ankündigungsmail vorstellte. Er schreibt, dass Entwickler und Unternehmen bisher ein Ort fehlte, an dem in Ruhe am Code gearbeitet und er getestet und gesäubert werden könne. Der Unterschied zum Linux-Next-Tree besteht darin, dass in Linux-staging neue Funktionen getestet werden sollen, ohne Code schon direkt fit für die Aufnahme in den nächsten Release-Zirkel des Kernels zu machen.

Was der Tree nicht sei soll, stellt Kroah-Hartman ebenfalls klar: Linux-staging sei nicht gedacht für Bugfixes oder Überarbeitung existierenden Codes. Auch Code, der von einer sehr großen Zahl an Entwicklern bereits bearbeitet würde, sei nicht für die Aufnahme geeignet. Als Beispiel nennt der Entwickler das Dateisystem ReiserFS 4.

Die Bedingungen für die Aufnahme in den neuen Zweig gibt Greg Kroah-Hartman vor. Zu aller erst: Ohne GPLv2-kompatible Lizenz passiert gar nichts. Ebenfalls ein K.O.-Kriterium: Der Code muss sich für die x86-Plattform übersetzen lassen. Außerdem müsse klar sein, welche Arbeiten noch nötig sind und auch eine valide E-Mail-Adresse zur Kontaktaufnahme müsse vorliegen.

Die Zusammenfassung des neuen Trees ist unter git.kernel.org erreichbar. Erste Code-Teile zeigt das Commitdiff.

(Jan Rähm)
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