Bei seiner Mitgliederversammlung am 11. November feierte die Lisog ihr fünfjährige Bestehen mit einigen Erfolgsmeldungen, die neu vereinbarte Kooperation mit dem Linux-Verband ist eine davon. Vorstandsvertreter beider Unternehmervereinigungen haben sich in den letzten Wochen auf eine gemeinsame Absichtserklärung geeinigt. Der Lisog-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Strassemeyer bezeichnet gegenüber der Redaktion die Gespräche der letzten Wochen als sehr vielversprechend und sieht sich mit Linux-Verbandsvorständen auf einer Wellenlänge.

Unter dem Motto "Lisog-Live-Koop" wollen Verein und Verband nach außen gemeinsam auftreten und so die Schlagkraft der Mitglieder erhöhen. Obwohl zahlreiche Unternehmen sowohl bei der Lisog wie auch beim Linux-Verband Mitglied sind, lauern bei der Umsetzung der Pläne zahlreiche Fallstricke: von vereinsrechtlichen Fragen über teilweise unterschiedliche Mitgliederinteressen bis hin zur Finanzierung. Eine Arbeitsgruppe aus fünf Vorstandsmitgliedern soll nun diese Themen angehen, die künftige Zusammenarbeit steuern und nach außen vertreten.

Um Open-Source-Technologien weiter sinnvoll voranzubringen nennt der Vereinsvorstand die Kommunikation mit klassischen - auch proprietären - Anbietern als ein wichtiges Ziel. Grenzen in den Köpfen soll es hierbei nicht geben, wenn es nach Lisog-Initiator Karl-Heinz Strassemeyer geht: "Für den Erfolg in der Wirtschaft ist es völlig unerheblich, in welchem Maße sich eine gute Lösung aus proprietären und Open-Source-Komponenten zusammensetzt. Sie müssen nur an Standardschnittstellen zusammenarbeiten."