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Linux Standard Base 3.2 veröffentlicht

Die Linux-Foundation hat die Version 3.2 der Linux Standard Base (LSB) veröffentlicht. Die bringt bessere Unterstützung für Perl, Python, Drucker und Multimedia.

Die Linux-Foundation hat die Version 3.2 der Linux Standard Base (LSB) veröffentlicht mit besserer Unterstützung für Perl, Python, Drucker und Multimedia.
Eigentlich wollte die Non-Profit-Organisation die Multimedia-Eigenschaften erst mit Version 4.0 der LSB angehen. Wegen der Bedeutung für den Desktop ist jetzt zumindest versuchsweise Untersützung für das ALSA-Sound-System enthalten, ebenso für die xdg-utils des Portlandprojekts. Die übrigen Neuerungen in der LSB 3.2 liegen mehr oder weniger im Plan: Wie auf der Konferenz im November vereinbart, hat das LSB-Team in Zusammenarbeit mit der OpenPrinting Workgroup die Druckerunterstützung verbessert. Neu unterstützt die LSB 3.2 jetzt vollständig die Programmiersprachen Perl und Python. Damit sollen künftig Perl- und Python-Applikationen auf der Mehrzahl der Linux-Plattformen laufen, unabhängig davon, ob sie speziell für das Betriebssytem oder plattformübergreifend geschrieben wurden.

Weitere Leistungsmerkmale der LSB umfassen versuchsweise (trial use) Module, die die bisherigen "optionalen" Module ersetzen. Hiervon verspricht sich das LSB-Team eine schnellere Zertifizierung, ohne dass die Beteiligten gezwungen sind, die Module bereits in der Testphase zu unterstützen. Verschiedene Standards der Arbeitsgruppe Freedesktop.org sind bei der Menü- und Icongestaltung berücksichtigt. Unterstützt wird jetzt auch die Programmbibliothek für Computerschriften FreeType und Xrender.

Die LSB bietet eine gemeinsame Plattform für Applikationsentwickler, die so verschiedene Distributionen des Linux-Betriebssytems gleichzeitig mit nur einem Softwarepaket bedienen können. Zahlreiche Linux-Distributionen zertifizieren ihre jeweiligen Entwicklungen mit der LSB, so zum Beispiel Debian, Novell, Red Hat, Ubuntu, Mandriva und Xandros.

Die Linux-Standard-Base 3.2 Spezifikation mit Testanwendung und Entwicklerwerkzeugen steht ab sofort auf der Webseite der Linux Foundation zur Verfügung.

(Britta Wülfing)
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