Neben Desktop-PCs und Notebooks fällt vor allem ein besonders kleiner Rechner auf: Der "M1", ein so genannter Ultra Mobile PC (UMPC), ist kaum größer als ein Stapel Skat-Karten.

Das Herzstück der M1-PCs wird ein Mainboard-on-Chip-Prozessor MPC5121e des Herstellers Freescale sein. Die weitere Ausstattung umfasst USB 2.0, 802.11g WiFi und Bluetooth 2.1. Die Desktop-Versionen werden zusätzlich mit einen Netzwerkanschluss versehen sein.

Der auf der CES in Las Vegas in einer noch frühen Vorversion vorgestellte M1 soll der kleinste vollwertige Desktop-PC sein. Er ist in die Klasse der Ultra Mobile PCs (UMPC) einzuordnen. Diese zeichnen sich vor allem durch ihre geringe Größe aus. Der M1 misst 110 x 58 x 15.9mm und wiegt 130 g. Die Bedienung erfolgt über ein Touchscreen-Display. Als Speichermedium ist ein 16 GByte Flash-Festplatte (SSD) verbaut. Der Lithium-Ionen-Akku soll eine Laufzeit von mehr als vier Stunden ermöglichen.

M1 mit LimeOS: Rechner in Kartenspielgröße aus China.

M1 mit LimeOS: Rechner in Kartenspielgröße aus China.

Der auf der Power Architecture-Technologie basierende Prozessor MPC5121e gehört zur Prozessorfamile Mobile GT von Freescale. Er ist in 90 Nanometer-CMOS-Technologie gefertigt. Der MPC5121e-Prozessor basiert auf einer Triple-Core Architektur, die aus einem Power Architecture-Kern, einem 3D-Grafikprozessorkern und einem Audioprozessorkern mit CD-Audioqualität besteht. Der 3D-Grafikprozessor verfügt unter anderem über eine Grafikpipeline, die auch mit 3D-Rendering der Gaming-Klasse zurecht kommt, gleichzeitig aber die Anforderungen an die DRAM-Bandbreite auf ein Minimum beschränkt. Durch die Triple-Core-Architektur des Prozessors wird es möglich, bisher getrennte DRAM-Blöcke innerhalb eines PCs in ein einziges gemeinsames DRAM-Speichersystem zu überführen. Der maximale CPU-Takt liegt bei 400 MHz.

Die LimePC werden mit vorinstalliertem LimeOS ausgeliefert. Dieses basiert auf LimeFree OS. Beide sind Debian-Derivate. Das Single-User-System hat eine Vollbild-HTML-Oberfläche. LimeOS und die enthaltenen Anwendungen sollen vor allem auf die Wiedergabe von Multimedia und die Nutzung des Web 2.0 optimiert sein. Die freie Variante LimeFree OS wird von einer Gemeinschaft freier Entwickler betreut.

Der M1 als kleinster LimePC soll im Laufe des Jahres 2008 auf den Markt kommen. Der Hersteller teilt mit, zuerst den asiatischen Markt zu beliefern. Doch auch nach Amerika soll der Rechner kommen. Zu einem möglichen europäischen Marktstart waren noch keine Informationen zu bekommen.