Linux Mint Debian Edition: "Update Pack"-Repositorys sollen Aktualisierung vereinfachen
Für den Senkrechtstarter unter den Linux-Distributionen - Linux Mint liegt bei Distrowatch.org auf Platz zwei der beliebtesten Linux-Varianten - bringt die Debian Editition jetzt "Update Packs" in neu geschaffenen Repositories, die die fortlaufenden Updates einfacher und nachvollziehbarer machen sollen.
Wie der Entwickler Clement Lefebvre (Clem) im Linux Mint Blog ankündigt, soll ein neues Repository eine Art monatlichen Schnappschuss der Debian-Testing-Pakete beinhalten und mit einer Versionsnummer versehen werden. Dazu käme ein Fork des Update Managers (für Linux Mint Debian Edition, LMDE)und die Bemühung um bessere Kommunikation zwischen den LMDE-Teams. Das "Linux Mint Debian Latest" genannte Repository soll so Anwendern einmal im Monat einen möglichst aktuellen und (zumindest ansatzweise) getesteten Stand der Softwarepakete bieten, das "Linux Mint Debian Incoming"- Repository wird den Entwicklern und Tester als Downstream von Debian Testing und Upstream von Latest dazu dienen, Pakete zu prüfen und nach erfolgreicher Prüfung zum nächsten Latest-Repository werden.
In Clems Blogeintrag finden sich Screenshots des dafür notwendigen neuen LMDE-Update-Managers, aber auch die Warnung: "This is brand new!", dazu eine Einsteigeranleitung und einige FAQs. Der Update Manager wird einen "Update Pack Info"-Button bekommen und die Seriennummer des aktuell verfügbaren sowie des zuletzt installierten Packs anzeigen.
Linux Mint ist eine Debian-basierte Linux-Distribution, die in verschiedenen Varianten vorliegt. Linux Mint selbst basiert eigentlich auf Ubuntu, die Linux Mint Debian Edition dagegen auf Debian Testing. Mint ist eine "Rolling Release", die dem Anwender das leidige Upgrade des Basissystems auf eine neue Versionsnummer abnehmen will. Der Anwender genießt, so Clem im Blogeintrag, einen "kontinuierlichen Fluss von Updates [...], ohne das Ärgernis einer erzwungenen Neuinstallation." Die Kehrseite daran sei das Problem, dass bisweilen Updates oder Upgrades einzelner Komponenten erhebliches Wissen vom Anwender verlangen, das dieser nicht unbedingt aufbringen kann. "Linux Mint Debian ist großartig, aber heute noch nichts für Jedermann", so Clem.
Ein Nachteil des Rolling-Aspektes sei es auch, dass Anwender sich schwer täten, jemand anderen mit dem gleichen Problem zu finden, weil zwei Rechner nur selten den gleichen Software-Bestand hätten, schreibt Clem (Nachvollziehbar in dem sehr langen Thread hier im Forum). Der neue Prozess mit den beiden Repositories und den Versionsnummern sowie der verbesserten Kommunikation solle da Abhilfe schaffen.





