Open Source im professionellen Einsatz

Linux Mint 17.3 veröffentlicht

07.12.2015

Die Macher der auf Ubuntu basierenden Distribution Linux Mint haben eine neue Version mit dem Codenamen „Rosa“ veröffentlicht. Diese bietet vor allem überarbeitete Versionen der Desktop-Umgebungen Cinnamon und Mate.

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Wie auch die Vorgänger erscheint Linux Mint 17.3 in verschiedenen Geschmacksrichtungen, die alle den gleichen Unterbau, aber verschiedene Desktop-Umgebungen nutzen. Den Anfang machen die Editionen mit Cinnamon und Mate.

Überarbeitet haben die Entwickler vor allem die Aktualisierungsverwaltung. Sie warnt ab sofort den Anwender, wenn der genutzte Mirror nicht auf dem aktuellen Stand ist und verweigert sogar die Arbeit, wenn der Mirror oder der lokale (Pakete-)Cache defekt sind. Sollte ein schnellerer Mirror existieren, bietet die Aktualisierungsverwaltung zudem an, auf diesen zu wechseln. Die Verwaltung der Softwarequellen beziehungsweise Mirrors findet jetzt flotter den optimalen Server. Dazu ermittelt sie den Standort des Systems und startet dann den Geschwindigkeitstest bei den Servern in der direkten Umgebung. Der Test soll zudem genauer ablaufen als in älteren Linux-Mint-Versionen. Schließlich testet das Tool auch noch PPAs auf ihre Kompatibilität.

Das Programm zum Einbinden von (proprietären) Treibern arbeitet ab sofort robuster. Des Weiteren sortiert es die Treiber in seinem Fenster abhängig von ihrem Status und zeigt an, ob ein Treiber als Open Source vorliegt oder nicht.

Linux Mint 17.3 aktualisiert zahlreiche Softwarepakete, wobei das System weiter auf Ubuntu 14.04 aufsetzt. Der Linux-Kernel meldet sich in Version 3.19, LibreOffice liegt in Version 5 bei, der Screenreader Orca und OpenVPN-Support sind zudem jetzt standardmäßig an Bord. Obendrauf gibt es zahlreiche neue Hintergrundbilder. Wer mag, kann auf eigene Gefahr den Linux-Kernel 4.2.0 einspielen.

Linux Mint 17.3 erhält eine Langzeitunterstützung (LTS, Long Term Support) und somit Fehlerkorrekturen bis 2019. Die Entwickler stellen Startmedien der Mate- und Cinnamon-Editionen jeweils als 32- und 64-Bit-Variante bereit. Von diesen Medien bootet ein Live-System, von dem aus sich wiederum Linux Mint installieren lässt. Die 64-Bit-Version startet auch auf UEFI-Systemen, die 32-Bit-Version unterstützt nur das alte BIOS. Bekannte Probleme samt Lösungsmöglichkeiten verraten die Release Notes, die Downloads erreicht man über die Linux Mint Homepage.

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