Zusammen mit dem Compat-Drivers-Projekt will eine Working Group der Linux-Foundation den Backport von Treibern für ältere Linux-Kernel vereinfachen. Das solle irgendwann automatisch möglich sein, und so den Entwicklern Arbeit sparen, schreibt Jennifer Cloer (Director of Communications & Community bei der Foundation). Als erstes Ziel will die Stiftung auf der Webseite des Linux Kernel Backporting Projekts ein Framework und Sourcecode zur Verfügung stellen, ab Linux-Kernel 3.7 sollen dort Treiber aus neueren Kerneln auch für ältere Versionen bereit stehen, bisher liegen dort nur Beispiel-Links zu Quellen der des Linux-Wireless-Paketes (stable compat-wireless releases), Dokumentation und Mailinglisten.

Qualcomm-Atheros-Entwickler Luis Rodriguez hatte zu dem Thema auf dem Linux Collaboration Summit einen Vortrag gehalten und schreibt dazu jüngst in seinem Blog: "Linux-Anwender sollten Hardware zu Laufen bekommen, solange es auch nur einen funktionierenden Kernel dafür gibt. Deshalb müssen die Kernel-Programmier immer direkt am Kernel arbeiten, es gibt keine Ausrede dafür, das anders zu machen. Und es gibt auch keinen Grund, warum sie sich selbst um Backports kümmern müssten. Die Distributoren, die Backports bewerkstelligen, sollten ohenhin all ihre Arbeit offenlegen. Warum also sollten wir das nicht automatisieren können?"

Vor allem auf Laptops hatten in den letzten Jahren immer wieder fehlende Treiber nach Kernel-Updates für Ärger gesorgt. Wirelesskarten, die mit einem älteren Kernel funktionierten, wurden vom neuen nicht mehr unterstützt, so dass die Anwender auf den alten Betriebssystemkern festgelegt waren.