Open Source im professionellen Einsatz

Linux-Foundation bringt Echtzeit-Linux voran

05.10.2015

Die Linux Foundation will im Rahmen des Real-Time Linux Collaboration Project (RTL) die Entwicklung des Echtzeit-Linux voranbringen. Hinter dem Plan stehen einige Industrieschwergewichte.

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Google, Texas Instruments, ARM, Intel und IBM, das sind nur vier der bekanntesten Unterstützer von Real-Time Linux. Kein Wunder: Wichtig ist die Echtzeitfähigkeit hauptsächlich für den industriellen Einsatz. Dank ihr lassen sich Roboter, Datensammelsysteme, zeitsensitive Instrumente und Maschinen oder Produktionsanlagen betreiben. Im privaten Bereich kommen RT-Kernel unter anderem in der Musikproduktion mit Linux zum Einsatz. 

Laut der Ankündigung der Linux Foundation stecke die Echtzeit-Technologie in einigen der komplexesten Computersysteme weltweit. Noch Ende 2014 hatte Geld gefehlt, um den Kernel weiterhin mit Echtzeit-Patches zu versorgen, nach einer überraschend gut gelaufenen Spendenaktion ging es dem Projekt dann besser (Linux-Magazin berichtete). Dank der neuen Initiative wird der RTL-Hauptentwickler Thomas Gleixner nun zum Linux Foundation Fellow und kann sich in Vollzeit auf die Entwicklung von Echtzeitlinux konzentrieren.

Während Google das Projekt als Platin-Sponsor unterstützt, fördern es National Instruments, OSADL und Texas Instruments als Goldsponsor. Zu den Unterstützern mit Silberstatus gehören ARM, Intel und IBM. Das RTL Collaborative Project soll Code für den Mainline-Kernel entwickeln und ihn dort unterstützen. Das spare der Industrie Millionen an Dollar in Forschung und Entwicklung. Mehr Details zum Projekt gibt es hier.

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