Open Source im professionellen Einsatz

Linux Foundation: Industrie will Blockchain als Buchungssystem nutzen

21.12.2015

Die Linux Foundation hat eine industrielle Unterstützergruppe für die Blockchain ins Leben gerufen, also die Technologie, die auch hinter Bitcoin und Co. steckt.

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Das Hyperledger-Projekt soll laut der Ankündigung auf Basis der Blockchain ein für den Unternehmenseinsatz taugliches, quelloffenes System verteilter Buchungen (Distributed Ledger) entwickeln. Zugleich soll es ein Ökosystem rund um dieses Buchungssystem aufbauen, in dessen Rahmen freie Entwickler Anwendungen, Plattformen und Hardwaresysteme entwickeln, um Geschäftstransaktionen zu unterstützen.

Da es sich um ein Projekt mit finanziellem Hintergrund handelt, stecken hinter dem Projekt nicht nur die üblichen IT-Firmen, sondern auch Unternehmen aus der Finanzbranche darunter die Deutsche Börse, J.P. Morgan, die London Stock Exchange Group und Wells Fargo. Daneben sind Intel, VMware, Cisco und IBM in das Projekt involviert.

Die Firmen fangen nicht bei Null an, sondern beschäftigen sich in vielen Fällen ohnehin bereits mit der Blockchain, indem sie ihre Anwendbarkeit für die Industrie überprüfen. Den entsprechenden Code bringen sie mit in das neue Projekt ein, das Technical Steering Committee soll diesen Code als nächstes unter die Lupe nehmen. Bislang gibt es lediglich eine Webseite, die einen Newsletter anbietet.

"Verteilte Kontensysteme werden eine Reihe von Industrien verändern, angefangen vom Banking über den Transport bis hin zum Internet der Dinge.", zeigt sich auch Jim Zemlin, Chef der Linux Foundation, überzeugt. Um diese Technologie voranzutreiben, brauche es eine industrieübergreifende gemeinsame Anstrengung unter Open-Source-Vorzeichen.

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