Linus Torvalds will besseren WLAN-Treiber für Eee-PC
Der Linux-Erfinder besitzt einen Eee-PC, ist aber mit dem WLAN-Treiber unzufrieden. Auf der Kernel-Mailingliste wünscht er sich einen sauber programmierten Treiber für den Mainline-Kernel.
Offenbar nennt Torvalds einen Eee-PC 901 oder 1000 sein Eigen und betreibt ihn unter Linux. Denn in diesen Geräten ist jener Ralink-Rt2860 als WLAN-Chip eingebaut, über dessen Linux-Treiber er sich beklagt (für frühere Eee-Modelle funktioniert der Atheros-Treiber).
Der Hersteller Ralink bietet zwar einen eigenen Linux-Treiber an, der sogar unter GPLv2 lizenziert ist, also passend zum Kernel-Lizenz. Doch dieses Modul hat einige Macken, die der Anwender erst durch eigenhändiges Patchen beheben muss.
Auf die Torvaldsche Anfrage hin sahen sich einige Kernelentwickler den Ralink-Treiber an. Dabei zeigten sich viele Mängel im Quelltext: Er wimmelt nur so von "ifdef"-Anweisungen und versucht, sowohl Kernel 2.4 als auch 2.6 zu bedienen. Zudem macht der Code den Eindruck, er sei von der Windows-Version nach Linux portiert worden. Torvalds empfahl ein komplettes Rewrite.
Diese Aufgabe wird Ivo van Doorn übernehmen, der Hauptentwickler des Rt2x00-Projekts. Er hat bereits einige Treiber für Ralinks Wireless-Hardware neu implementiert und so für den offiziellen Linux-Kernel tauglich gemacht. Ivo hat Kontakt zu Ralink und möchte dort für Kernel-taugliche Treiber werben. Die Lösung für das derzeitige Problem wird er aber selber coden. Für Neugierige: Er schickte die Adresse seines Git-Repositorys an die Mailingliste.
Zum Asus-Mini-Notebook gibt es bei Linux-Magazin Online Tests Asus Eee-PC 900A und des Eee-PC 701. Konkurrenten des Eee sind das Netbook von One, das Aldi-Netbook Akoya und das MSI Wind 100. Dell hat ebenfalls Netbooks mit Linux angekündigt. Die mit Linux ausgestatteten Netbooks haben den Anteil von Linux im Notebookmarkt spürbar steigen lassen.





