Linksys-Router WRT160 NL
Der Linux-Router WRT54GL von Cisco-Tochter Linksys hat einen Teil der Open-Source-Geschichte mitgeschrieben. Der Linksys WLAN-Router WRT 160NL soll die Nachfolge antreten.
Äußerlich gleicht der Linksys-Router den anderen Cisco N-Routern, hat aber zusätzlich zwei externe R-SMA Antennen. Das Linux-Gerät kommt mit 400-MHz-Prozessor und 8 Megabyte RAM. Multimedia-Funktionalität verspricht der Hersteller mit dem integrierten Storage Link, einem Steckplatz für USB-Speichergeräte mit Zusatznutzen. In Kombination mit dem gleichfalls integrierten Media-Server können beispielsweise Video- oder Musikdateien zu anderen PCs übertragen werden. Storage Link unterstützt FAT16, FAT32 und NTFS-Dateiformate sowohl im Lese- wie auch Schreib-Modus. Cisco-Manager Mohammad Hoda sieht den neuen Router als Nachfolger des WRT54GL: "In der Vergangenheit hatten wir viele erfolgreiche Linux-Geräte, WRT54GL und NSLU2 waren gute Beispiele. Der WRT160NL ist der logische nächste Schritt, indem er Linux 802.11n-Technologie und USB-Speicher-Funktionalität kombiniert."
Das Vorgängermodell WRT54GL war 2003 die Initialzündung für das Open-Source-Projekt OpenWRT, gleichzeitig wegen Verstosses gegen die Lizenzbedingungen der GPL auch der Startschuss für das Projekt gpl-violations.org von Harald Welte. Mittlerweile läuft die für das Gerät entwickelte Embedded-Linux-Variante auch auf Routern anderer Hersteller wie Allnet, Asus, Netgear, Microsoft oder Siemens.
Bei Linksys wird es nach dem jüngsten Rechtsstreit einen Free Software Director geben, der sich um die Einhaltung der GPL kümmern soll. Auch den neuen Router hat sich das Projekt schon vorgenommen und bietet erste Erfahrungsberichte und ein Changeset.
Der WRT 160NL ist ab sofort lieferbar und kostet im Handel rund 75 Euro inklusive Mehrwertsteuer.





