Open Source im professionellen Einsatz

Lightworks 14.0 veröffentlicht

06.04.2017

Nach einer längeren Testphase hat Entwickler EditShare sein professionelles Videoschnittprogramm Lightworks in einer neuen Version freigegeben. Zu den über 400 Änderungen gehört auch eine überarbeitete Benutzeroberfläche.

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In ihr befinden sich die einzelnen Bedienelemente an vorgegebenen Stellen. Dieses „Fixed“ genannte Layout orientiert sich an den Benutzeroberflächen von Konkurrenzprogrammen wie Premiere Pro. Die Entwickler wollen damit die Bedienung vereinfachen und Neulingen den Einstieg erleichtern. Anwender können aber jederzeit zur alten, „Flexible“ genannten Benutzeroberfläche zurückkehren.

Lightworks 14.0 kann zudem Pond5- und Audio-Network-Repositories anzapfen. Verbessert haben die Entwickler das Voice-Over-Werkzeug. Obendrauf gibt es ein grundlegend überarbeitetes Effekte-Panel. Effekte lassen sich zudem in Unterkategorien gruppieren. Über einen Rechtsklick lässt sich die Lücke zwischen zwei Clips in der Zeitleiste entfernen.

Das Schnittprogramm unterstützt zudem Audio-Dateien in Intels ADPCM-Format, unkomprimierte QuickTime-Streams mit Alpha-Kanal sowie Avids DNxHD MOV Format – letztgenanntes allerdings nur, wenn man eine entsprechende Lizenz erwirbt. Bei der Wiedergabe von RED R3D-Material nutzt Lightworks OpenCL. Für YouTube und Vimeo exportierte Videos dürfen auch mit 48 Bildern pro Sekunde laufen.

Neben diesen größeren Neuerungen gab es auch viele kleinere Änderungen, die das Leben des Cutters vereinfachen. So kann man über Tastenkürzel neue Video- und Audio-Tracks anlegen. Im Dialog für Farbverläufe lassen sich die Farbwerte jetzt auch in Hexadezimalzahlen eintippen.

Lightworks 14.0 gibt es in einer abgespeckten, dafür aber kostenlosen Variante. Das kommerzielle Lightworks Pro unterstützt vor allem deutlich mehr Video-Codecs. Auch die Ausgabe von 3D-Videos und Clips in 4K-Auflösung für YouTube und Vimeo bleibt der Pro-Variante vorbehalten. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Editionen fasst eine Tabelle auf der Lightworks-Homepage zusammen.

In jedem Fall unterstützt Lightworks ausschließlich Linux-Mint, Fedora und Ubuntu-basierte Distributionen.

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