Open Source im professionellen Einsatz

Langjähriger GUUG-Vorsitzender Schulte tritt zurück

05.02.2008

Martin Schulte, seit gut 12 Jahren an der Spitze der Deutschen Unix-Anwendervereinigung GUUG, kündigte seinen Rücktritt an. Für seinen Posten ist der bisherige zweite Vorsitzende Wolfgang Stief designiert

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Hinweis: Wir haben die Meldung zum scheidenden GUUG-Vorsitzenden nach Rücksprache mit Martin Schulte an einigen Stellen geändert. Die komplette Original-Meldung vom 5. Februar finden Sie unten angehängt. Ulrich Bantle, Chefredakteur

Schulte hatte seinen Rückzug bereits auf der letzten Mitgliederversammlung des Vereins im Februar 2007 angekündigt, allerdings erst zum Ende seiner regulären Amtszeit, die sich noch bis Anfang 2009 erstreckt. Die Verkürzung seiner Amtszeit hatte viele Mitglieder überrascht. Schulte erklärte dazu im Gespräch mit Linux-Magazin Online: "Die angekündigte Einarbeitung meines Nachfolgers war schneller erfolgreich, als ich gedacht hatte. Dies ist ein guter Zeitpunkt für den Wechsel."

Schulte hatte den Verein 1996 in einer Zeit übernommen, nachdem über die damalig wichtige Kongressmesse "Offene Systeme" in Wiesbaden ein Richtungsstreit ausgebrochen war und ihn in der Folge in verschiedenen Ämtern maßgeblich geprägt. Er entwickelte insbesondere das Open-Source-Profil der Vereinigung weiter, in der einige Hundert Personen und Firmenmitglieder aus dem kommerziellen und freien Unix-Bereich organisiert sind. Lange Zeit war der Linux-Kongress mit seiner technischen Ausrichtung das Aushängeschild der GUUG, allerdings setzte Schulte die renommierte Veranstaltung 2007 zuletzt aus.

Aktuell versucht die GUUG mit Fachveranstaltungen für Systemadmins zu punkten, zuletzt mit Kongressen zum Thema LDAP und IPv6 und Anfang März mit ihrem traditionellen Frühjahrsfachgespräch an der Hochschule München. Im Rahmen des Kongress will der Vorstand auf der turnusgemäßen Mitgliederversammlung einen außerordentlichen Tagesordnungspunkt einbringen und so satzungsgemäß den neuen Vorsitzenden bestimmen.

Ursprüngliche Meldung vom 5. Februar

Martin Schulte, seit gut 13 Jahren an der Spitze der Deutschen Unix-Anwendervereinigung GUUG, kündigte seinen Rücktritt an. Seinen Posten übernimmt der bisherige zweite Vorsitzende Wolfgang Stief.

Schulte hatte seinen Rückzug bereits auf der letzten Mitgliederversammlung des Vereins im Februar 2007 angekündigt, allerdings erst zum Ende seiner regulären Amtszeit, die sich noch bis Anfang 2009 erstreckt. Die Verkürzung seiner Amtszeit hatte viele Mitglieder überrascht. Schulte erklärte dazu im Gespräch mit Linux-Magazin Online: "Die angekündigte Einarbeitung meines Nachfolgers war schneller erfolgreich, als ich gedacht hatte. Dies ist ein guter Zeitpunkt für den Wechsel."

Schulte hatte den Verein 1995 in einer Zeit übernommen, nachdem über die damalig wichtige Kongressmesse "Offene Systeme" in Wiesbaden ein Richtungsstreit ausgebrochen war. In der Folge entwickelte er insbesondere das Open-Source-Profil der Vereinigung weiter, in der einige Hundert Personen und Firmenmitglieder aus dem kommerziellen und freien Unix-Bereich organisiert sind. Lange Zeit war der Linux-Kongress mit seiner technischen Ausrichtung das Aushängeschild der GUUG, allerdings setzte Schulte die renommierte Veranstaltung 2007 zuletzt aus.

Aktuell versucht die GUUG mit Fachveranstaltungen für Systemadmins zu punkten, zuletzt mit Kongressen zum Thema LDAP und IPv6, Anfang März mit ihrem traditionellen Frühjahresfachgespräch an der Hochschule München. Im Anschluss an den Kongress soll auch eine außerordentliche Mitgliederversammlung stattfinden, die satzungsgemäß den neuen Vorsitzenden bestimmt.

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