LTR Update: DeltaCloud - eine für alle

Mangelnde Sicherheit ist ein häufig gehörter Einwand gegen die Nutzung öffentlicher Clouds und tatsächlich ist in diesem Punkt besondere Umsicht angeraten, gerade wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden. Ein zweites Kriterium behalten viele nicht so konsequent im Auge zu behalten, obwohl es ebenso gravierende Konsequenzen nach sich ziehen kann: die Interoperabilität. Ein Apache-Projekt bietet hier neue Perspektiven.

Wer erwägt, mit einer großen Menge wichtiger Daten in eine Cloud zu migrieren, möchte sich dabei wahrscheinlich nicht auf Gedeih und Verderb einem einzelnen Anbieterausliefern. Oft aber droht genau das – denn auf diesem jungen Feld der IT ist bislang wenig standardisiert. Viele APIs und Schnittstellen sind proprietär und gestatten
keinen einfachen Wechsel der Anwender zu einem anderen Produkt. Zugleich hemmt diese Umstand die Entwicklung von Cloud-Software, weil sich die Programmierer dadurch entweder frühzeitig auf einen Anbieter festlegen müssen oder aufwändig viele Schnittstelle zu bedienen haben. Ein Projekt, dass es sich zum Ziel gesetzt hat hier für Abhilfe zu sorgen, ist Apache DeltaCloud. Dieser Beitrag stellt es vor.
Ursprünglich von Red Hat initiiert, arbeitet heute eine bunt gemischte freie Community im Rahmen des Apache-Projekts an einer herstellerneutralen API für alle IaaS-Clouds. Die DeltaCloud erlaubt es Anwendern, virtuelle Maschinen auf immer gleiche Weise zu erzeugen, starten, stoppen oder kopieren, ohne dass sie sich auf die Syntax der letztendlich angesprochenen Cloud einstellen müssen. Gleichwohl lassen sich auch besondere Features der einzelnen Cloud-Implememtationen durch Erweiterungen in speziellen Treiber ausnutzen.
DeltaCloud ist an keine Programmiersprache gebunden, sondern lässt sich als Webservice nutzen. Derzeit existieren Treiber unter anderem für Amazon EC2, vCloud oder Azure. DeltaCloud wird gegenwärtig von mehreren Projekten verwendet, unter anderem von Red Hats Cloud Engine, SteamCannon und Eclipse.

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