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LLVM erreicht Version 3.4

06.01.2014

Ein größerer Release von LLVM ist erschienen. Version 3.4 bringt eine einige neue Features mit, kündigt Chris Lattner auf der Announce-Mailingliste an.

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So unterstützt laut Lattner Clang nun alle Funktionen des aktuellen Entwurfs für das nächste C++, der provisorisch den Namen C++1y trägt. Das statische Analysetool hat seinen C++-Support verbessert, erzeugt wenige falsche Positive und fängt mehr Bugs ab.

Clang hat zudem einige neue Fähigkeiten im Gepäck: das integrierte Tool "clang-format" formatiert Code in einer IDE oder einem Texteditor nach Vorbild von Builtin Styles. Die Performance des Code-Generators wurde verbessert, die Loop und SLP Vektorisierer kommen zielführender zum Einsatz: Ersteren schalten nun die Optionen "-0s" und "-02" ein, letzterer ist standardmäßig aktiviert.

File-Checks erlauben den mehrfachen Einsatz von "-check-prefix", "llvm-ar" verwendet die neue Objekt-Bibliothek und erstellt Archive und Symboltabellen im GNU-Format. Ein neuer experimenteller Treiber soll Kompatibilität mit Visual Studio unter Windows herstellen, Version 2008 wird nicht mehr unterstützt, aktuell ist der Support für Version 2010 aufwärts. Nicht zuletzt gilt das R600-Backend nicht mehr als experimentell und wird per Default gebaut.

Der Code für LLVM, das zukünftig übrigens einen C++11-Support im Host Compiler benötigt, damit der Build gelingt, lässt sich über die Release-Webseite herunterladen. Die Release Notes und eine Liste der Projekte, die LLVM 3.4 einsetzen, gibt es hier.

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