.

Edgar Berdahl von der Universität Stanford hatte den Einplatinen-Computer Raspberry Pi, das Controller-Board Arduino Nano sowie einige Kabel, Drähte und Widerstände mitgebracht. Auf dem Mini-Computer ist ein angepasstes Image vorinstalliert, das der Dozent am Center for Computer Research in Music and Acoustics (CCRMA) angepasst hat. Zur Softwareausstattung gehört die Musik-Entwicklungsumgebung Pure Data, die sich die Anwender per SSH mit X-Forwarding auf den Laptop-Bildschirm holen können.

Der besondere Reiz des Workshops: Dank Arduino lassen sich interessante Steuerungen für die Pure-Data-Patches umsetzen, beispielsweise ein druckabhängiger Widerstand oder ein Infrarot-Näherungssensor, der die Parameter der Klänge verändert. So entsteht ein physikalisch spielbares Instrument.

CCRMA Satellite: Mit Linux, Raspberry Pi (links) und Arduino (rechts) zum elektronischen Instrument.

CCRMA Satellite: Mit Linux, Raspberry Pi (links) und Arduino (rechts) zum elektronischen Instrument.

Im Unterschied zu den oft fragilen temporären Setups von Klangkünstlern mit dem PC entstehe mit Embedded-Hardware ein richtiges Instrument, betont Berdahl. Einmal fertig entwickelt, lässt es sich in ein Gehäuse einbauen und funktioniert forthin autonom. Im CCRMA-Wiki lässt sich Näheres über das CCRMA Satellite genannte Entwicklerkit in Erfahrung bringen.

Die Linux Audio Conference in Graz läuft noch inklusive Samstag. Abends gibt es Konzerte bei freiem Eintritt.