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Kurztest: Aldi-Notebook Akoya Mini E1210 mit Linux

Aldi Süd verkauft das 10-Zoll-Netbook Akoya für 399 Euro. Wir haben das Gerät auf Linux-Tauglichkeit getestet und Opensuse, Fedora und Ubuntu installiert.

Das 10-Zoll-Notebook vom Aldi-Hoflieferanten Medion ist deutlich größer als der Eee-PC, bringt aber auch eine vollwertige Tastatur mit. Als Betriebssystem ist Windows XP Home mit Service Pack 3 vorinstalliert. Das Gerät ist nahezu baugleich mit dem Wind U100 von MSI. Medion hat sich für das Akoya mit MSI zusammengetan. Das Wind U100 soll im August auf den Markt kommen.

Die Installation von Opensuse 11.0 über ein externes USB-CD/DVD-Laufwerk verlief problemlos. Drückt man beim Einschalten des Akoyas[F11], kann man aus dem Bootmenü das externe USB-Laufwerk auswählen. Wählerisch zeigt sich der Akoya Mini bei Ubuntu 8.04 und Fedora 9. Diese Distributionen schaffen es nicht, den Kernel zu laden. Bei Fedora 9 war noch eine Kernel-Meldung zu sehen, wonach der Ethernet-Treiber rt8169 Schwierigkeiten bereitet. Ubuntu 8.04 blieb wortlos hängen. Hingegen lässt sich Ubuntu 7.10 problemlos installieren.


Die Installation von Opensuse 11.0 auf dem 10-Zoll-Netbook Akoya verlief problemlos. Auch das Speedstepping des Prozessors funktioniert.

Das WLAN-Modul des Netbook kommt von Ralink, der aktuelle Kernel bringt noch keinen Treiber mit. Es funktioniert mit dem Kernelmodul rt2860sta. Den passenden Treiber gibt es auf der Ralink-Homepage. Die Webcam stammt von Acer. Sie wird per default ebenfalls nicht erkannt. Als Treiber kommt prinzipiell der neue UVC-Treiber in Frage, er kennt die Device-ID der Webcam (5986:0141) allerdings noch nicht.

Das Speedstepping funktioniert unter Ubuntu 7.10 und Opensuse 11.0 problemlos. Die Atom-CPU arbeitet je nach Auslastung mit 800 MHz oder 1,6 GHz. Die Akkulaufzeit beträgt maximal 2,5 Stunden, bei voller Auslastung liegt sie bei rund 1,5 Stunden.

Opensuse 11.0 hat Probleme mit der Auflösung und zeigt stets 1024x 768 Pixel an, obwohl 1024 x 600 eingestellt sind. So fehlt der untere Teil des Desktops (das Panel).Das Problem scheint am KDM zu liegen. Startet man den X-Server über startx, ist die Auflösung korrekt. Ubuntu 7.10 stellt die Auflösung korrekt dar. Beide Distributionen benutzen den neuen Intel-Treiber. Er unterstützt auch Compiz-Fusion.

Die Hotkeys für die Lautstärkeregelung, die Display-Beleuchtung und den Suspend funktionieren. Auch die Webcam und das WLAN lassen sich per Funktionstaste ein- und ausschalten. Suspend-to-RAM funktioniert ebenfalls unter beiden Distributionen.

Technische Daten: 1.6 GHz Intel-Atom-Prozessor N270, Intel Graphics Media Accelerator 950, 10-Zoll-Display, 80 GByte Festplatte, 1 GByte Arbeitsspeicher, WLAN 802.11 b/g und Draft-n, integrierte VGA Webcam und Mikrofon, USB-2.0-Anschluss, Multi-Kartenleser.

Das Notebokk ist ab 3. Juli bei Aldi Süd erhältlich. Einen detaillierten Artikel zum kompletten Setup enthält die Schwesterzeitschrift von Linux-Magazin Online, der LinuxUser in der Ausgabe 09/2008, die ab dem 21. August im Handel ist.


Unter Haube:1.6 GHz Intel-Atom-Prozessor N270, Intel Graphics Media Accelerator 950, das WLAN-Modul des Netbook kommt von Ralink - funktioniert mit dem Kernelmodul rt2860sta.

Update:

Mit den allerneuesten UVC-Treibern funktioniert die Webcam von Bison, so dass Linux das Netbook vollständig unterstützt. Den neuesten Treiber lädt der Befehl "svn checkout svn://svn.berlios.de/linux-uvc/linux-uvc/trunk" herunter. Zum Übersetzen sind die Kernelquellen und -header sowie die grundlegenden Entwicklertools nötig. Unter Ubuntu ist zudem das Makefile anzupassen, damit das Kernelmodul im Verzeichnis "ubuntu/media/usbvideo" landet.

(Marcel Hilzinger)
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Kommentare (9)
von
ChrisCologne,
08.10.2008 08:35
Help
Ich habe Suse 11 installiert, bekommen aber den 3D-Beschleuniger nicht ans laufen. Hat das jemand hinbekommen? Muß man zusätzliche Treiber (Intel) installieren? Unter xorg.conf steht "vesa" als Treiber.
von
Bernd,
18.09.2008 23:50
none
@ Michael E. Kromer

ich dnk dir für dein kommentar hat mir grade geholfen
von
Marcus,
13.07.2008 11:36
Ubuntu 8.04
Merkwürdig finde ich die Behauptung Ubuntu 8.04 würde sind einfach aufhängen.
Bei mir lief die Installation ohne Probleme, bis auf WLan läuft auch alles.
von
Michael E. Kromer,
10.07.2008 11:27
Fix für korrekte darstellung der Auflösung
Um die Auflösung korrekt Einzustellen bedarf es lediglich einer Anpassung in der Datei /etc/sysconfig/displaymanager:

Statt

DISPLAYMANAGER_RANDR_MODE_auto="1024x768_60 64.11 1024 1080 1184 1344 768 769 772 795 -HSync +Vsync"

einfach

DISPLAYMANAGER_RANDR_MODE_auto="1024x600_60 48.96 1024 1064 1168 1312 600 601 604 622 -HSync +Vsync"

verwenden. Dann einfach X neu starten (Strg+Backspace (2x)), oder abmelden, dann passt die Auflösung im Login-Manager (bei mir gdm) und bei der normalen Desktop Auflösung.

Viel Spaß damit.

Mike
von
Wolfi,
05.07.2008 23:56
endlich WLAN unter openSUSE 11.0
Danke dir Stefan,
das hat mir super geholfen, denn ich hatte zwar die Installation hin bekommen, aber das mit dem dhclient hat erst alles zum Laufen gebracht!
Flutscht gut, bin froh nun.
Gruß
Wolfi
von
Stefan,
04.07.2008 23:25
WLAN
Das Einrichten von WLAN ist wirklich ein Kinderspiel, wenn man sich auskennt... daher musste ich doch etwas tüfteln!

Auf der Ralink-Seite findet man das Paket RT2860WebUI. Runterladen, entpacken, chmod 777 install.sh. Als root ./install.sh aufrufen. Nach einiger Zeit startet Firefox. Hat man kein Netzwerkkabel angeschlossen, muss man nun zunächst die Checkbox bei "Offline-Mode" wegnehmen, dann die Seite erneut laden. Hier kann man alles einstellen (Verschlüsselung WPA2, etc. und connecten).

Beim Neustart kommt man an diese Weboberfläche mit Aufruf von /root/ralink/run.sh

Danach muss man noch "dhclient ra0" ausführen und schon kann man drahtlos surfen
von
SP,
04.07.2008 23:19
OpenSuse 11.0 und Bildschirmauflösung
Also, ich hatte bei der Installation von OpenSuse 11.0 keine Probleme mit der Bildschirmauflösung. Vielleicht liegt dies daran, dass ich es NICHT mit der LiveDVD, sondern mit der "normalen" 11.0 gemacht habe. Danach wollte X zunächst in 800x600 starten. Das habe ich auf 1024x600 umgestellt. Nach dem Neustart funktionierte es reibungslos. Allerdings lässt sich Compiz zwar auswählen, scheint aber nicht aktiviert u werden.
von
ttt,
04.07.2008 21:52
Ubuntu 7.10
Hmm, mit unetbootin das ubunu 7.10 auf usb stick geschnallt, boot -> Bunte Linien muster

"quiet splash" aus der syslinux.cfg rausgenommen und es bootet sauber.

für alle die kein usb-cdrom haben
von
TeaAge,
04.07.2008 14:04
Warum nicht Mandriva
Hallo zusammen,

ein sehr interessanter Bericht für alle die überlegen sich den Akoya Mini zu leisten.
Ich persönlich hätte mich allerdings gefreut, zumindest Mandriva noch getestet worden wäre.

Mandriva ist ja mit voller Asus EEE Unterstützung, den Arbeiten am Classmate PC und als Betriebssystem für den zukünftigen GDIUM (http://www.gdium.com/) prädestiniert für so einen Test.

Vielleicht könnte das ja noch nachgeholt und im Artikel ergänzt werden.

Gruß