Kurztest: 10-Zoll-Notebook One A440 mit Ubuntu
18.08.2008
Das A440 von One basiert auf einer VIA-Plattform und bringt für rund 320 Euro einen 1,6 GHz schnellen C7-Prozessor, ein 10.2-Zoll-Display, 1 GByte RAM und eine 80-GByte-Festplatte mit.
Das A440 kommt mit einem C7-Prozessor von VIA, auch die meisten anderen integrierten Komponenten stammen von der taiwanesischen Hardwareschmiede, so die Unichrome-Grafik und der WLAN-Chipsatz. Die angenehm leise 80-GByte-Festplatte hat Toshiba gebaut. Die Fast-Ethernet-Karte kommt von Realtek. Mit 1 GByte Hauptspeicher arbeitet der Rechner auch bei mehreren geöffneten Anwendungen zufriedenstellend schnell. Für die visuelle Kommunikation mit der Außenwelt sorgt eine 1,3 Megapixel-Webcam.
Die Tastatur des One 440A reagiert angenehm, allerdings befinden sich einige Tasten nicht an der gewohnten Stelle, so hat One das Größerkleiner-Zeichen (und somit die Pipe-Taste) nach oben rechts verschoben, die Leertaste ist deutlich schmaler als bei anderen Tastaturen, dafür hat die Tabulator-Taste genügend Platz bekommen, was bei der automatischen Kommandozeilenergänzung nicht irrelevant ist.
Die Funktionstasten zur Lautstärke- und Helligkeitsregelung arbeiten wie erwartet, ein Bluetooth-Modul konnten wir im Rechner allerdings trotz entsprechendem Hotkey nicht finden. Der Hotkey für das WLAN scheint unter dem vorinstallierten Ubuntu nicht zu funktionieren, das WLAN-Modul ist somit ständig im Betrieb.

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Das One A440 ist ungefähr 25 mal 18 mal 3,5 Zentimeter groß, wobei es hinten dicker ist als vorne, und wiegt 1,2 Kilogramm.
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Das One-Netbook kommt mit einem stark angepassten Ubuntu 8.04 und Kernel 2.6.24-16-generic. Als Schnellstarter mit grafischen Effekten kommt der Avant Window Navigator zum Einsatz. One hat für das Notebook insbesondere die VIA-Treiber für das Display (VIA CX700M2 UniChrome PRO II) und für die WLAN-Karte (VIA VT6655) angepasst. Für beide Geräte stehen zwar auf viaarena.com auch Treiber zum Download bereit. Diese lassen sich aber nur mit viel Linux-Know-How übersetzen, je nach Distribution sind auch größere Änderungen am Source Code nötig. Über ein spezielles Flag hat One den Kernel von den Updates ausgeschlossen. Wir warten noch auf eine Antwort, wie denn die A440-Nutzer mit Sicherheitsupdates versorgt werden.
Den WLAN-Treiber zeigt Ubuntu unter den proprietären Modulen an, hier kann man auch gleich zu Ndiswrapper greifen. Mit Hilfe des VIA-Treibers funktionieren auch die Compiz-Effekte auf dem A440. Unter den Schnellstartern befindet sich neben dem Videoplayer Totem und dem Audioplayer Rhythmbox auch der Internet-TV-Player Miro. Für das multimediale Vergnügen ist somit reichlich gesorgt.
Bezüglich der Akku- und CPU-Leistung kann das VIA-Gerät nicht mit Intels Atom mithalten. Während zum Beispiel das MSI Wind oder der Aspire One mit einem Zweizellen-Akku mit 2200 mAh auf Laufzeiten zwischen zwei und drei Stunden kommt, muss der A440 bereits nach eindreiviertel Stunden wieder an die Steckdose. Ist der Rechner vom Stromnetz getrennt, taktet die CPU von 1,6 GHz automatisch auf 400 MHz herunter.
Einen Suspend-to-RAM startet man über die Hotkeys [Fn]+[Esc], für das Resume muss man den Powerknopf drücken. In unseren Tests mit einem Vorseriengerät funktionierte der Suspend und Resume zwar im Auslieferungszustand, nach dem ersten großen Ubuntu-Update, blieb der Bildschirm nach dem Resume allerdings schwarz.
Das One A440 mit Ubuntu gibt es ab 25. August im One-Onlineshop und bei diversen Internet-Händlern für 319 Euro.
Update vom 25.August
Auf unsere Anfrage bei One.de, warum die VIA-Treiber nicht zugänglich seien, da es auf viaarena.com doch alle Treiber zum Donwload gäbe, haben wir folgende Antwort erhalten:
"Das wären dann aber nicht die selben Treiber. WLAN und VX700 Treiber sind bei uns aktueller.
Beim Grafiktreiber handelt es sich um einen modifizierten Treiber von linux.via.com.tw. Dieser musste dahingehend angepasst werden, das wir eine PanelID fuer ein 1024x600 Display nutzen konnten.
Der Treiber dort ist nicht gleichzusetzen mit dem Treiber von viaarena.com und wird auch im kompiliertem Zustand das Panel nicht richtig ansteuern können."
(Marcel Hilzinger)
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uba,
19.08.2008 13:37
Sie haben recht, die Unstimmigkeit zwischen Displaygröße im Titel und Vorspann ist geändert, Danke für den Hinweis.
Gruß Ulrich Bantle
Linuxer,
19.08.2008 09:06