Kuba setzt auf hausgemachte Linux-Distribution

PCs fürs Zuhause gibt es in Kuba erst seit letztem Jahr. 20 Prozent davon nutzen bereits Linux, in fünf Jahren soll es rund die Hälfte aller Rechner sein.

Nach einem aktuellen Bericht von Reuters setzt die Kubanische Regierung eine eigene Linux-Variante genannt Nova ein und will diese auf möglichst vielen Rechnern vorinstalliert anbieten. Durch die Wirtschaftsblockade der USA gegenüber Kuba ist es auf der Insel nur schwer möglich, legal an Windows heranzukommen, zudem wirft die Kubanische Regierung Microsoft vor, Hintertüren in Windows eingebaut zu haben.

Nova Baire (der Codename stammt von der Schlacht bei Baire, in der die kubanischen Nationalisten 1895 ihre Unabhängigkeit von Spanien erkämpften) basiert auf Gentoo und benutzt Gnome als Desktop. Die Distribution wird bereits seit 2007 entwickelt, offiziell wurde sie aber erst diese Woche vorgestellt.

Laut Hector Rodriguez, Leiter der School of Free Software an der Informatik-Universität Havanna, werden bereits 20 Prozent aller neu verkauften Rechner mit Linux ausgeliefert. Innerhalb von fünf Jahren soll der Anteil auf 50 Prozent steigen.

Da Kuba über eine relativ schmale Anbindung ans Internet verfügt, ist es sehr schwierig, zusätzliche Informationen zur Distribution zu finden. Die Homepage der Informatikuni Havanna ist zudem ab und zu überlastet. Auf You Tube gibt es aber ein Video von Nova Linux.

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