Open Source im professionellen Einsatz

Kritik an Digitaler Agenda

30.07.2014

IT-Verbände nehmen Stellung zur "Digitalen Agenda“ der Bundesregierung, einem Programm, das  am 20. August im Kabinett beraten und verabschiedet werden soll.

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Der Branchenverband BITKOM unterstützt das Vorhaben. Laut  BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf sei  dabei die drei Themen: Infrastrukturen, Vertrauen und Sicherheit sowie die Entwicklung einer Digitalen Wirtschaft mit ihren Säulen Start-ups und Industrie 4.0 von herausragender Priotität. Wichtig sei, dass konkrete Umsetzungsschritte festgelegt und auch entsprechende finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Von der Bundesregierung erhofft BITKOM die Ankündigung sehr konkreter Maßnahmen für die laufende Legislaturperiode. Kempf: „Allgemeine Feststellungen zur Digitalisierung und generelle Zielsetzungen sind wichtig. Mindestens ebenso wichtig sind aber Maßnahmen, die jetzt in concreto Punkt für Punkt benannt und dann auch umgesetzt werden müssen.

Die praktische Seite betont auch der Bundesverband der Digitalen Wirtschaft (BVDW), er sieht vor allem viele Absichten, aber wenig Handfestes. Auch wenn dem jetzt bekannt gewordenen ersten Entwurf der Digitalen Agenda ein positives Verständnis des digitalen Wandels und eine der Bedeutung der Digitalen Wirtschaft angemessene Wahrnehmung zentraler Themen- und Handlungsfelder zugrunde liege, seien die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Umsetzung nicht weitreichend genug. Insbesondere bei erfolgskritischen Schlüsselfaktoren wie der Operationalisierung von Datensicherheit und der digitalen Infrastruktur blieben Handlungspläne zu unkonkret.

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) reagiert auf die aktuelle Diskussion zu kursierenden Entwürfen der Digitalen Agenda und lenkt den Blick auf eine notwendige Berücksichtigung des IT-Mittelstands als eigene Kraft der digitalen Wirtschaft: „Die Bedeutung des IT-Mittelstands als größter Arbeitgeber der digitalen Wirtschaft sowie Enabler und Innovationstreiber für eine zukunftsweisende Umsetzung der Digitalisierung sollte auch in der finalen Version der Digitalen Agenda dringend berücksichtigt bleiben. Wir sind zuversichtlich, dass hier ein notwendiger Schwerpunkt gesetzt wird“, kommentiert Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi.

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