Ab sofort sind folgende Artikel des GUI-Hefts 03/2010 auf Linux-Magazin Online in HTML frei zugänglich:

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Episches Theater. Für den Oracle-Sun-Deal und Monty Widenius' MySQL-Gebaren schwingt Linux-Magazin-Chefredakteur Jan Kleinert die Brecht-Keule.

Aktuell

Schnee-Treiben: Synchronisation und Mobility, Marketing und Testumgebungen: Das achte Entwicklertreffen der Kontact- und Akonadi-Programmierer stand ganz im Zeichen der Planungen für die anstehenden KDE-Versionen 4.4 und 4.5. Eine ausgedehnte Schneeballschlacht gab es gratis dazu.

Titelthema: GUIs polieren

Intro: Diesmal gehts im Linux-Magazin um das Gestalten ergonomischer, moderner Software, die ihre Benutzer weder nervt noch überfordert. Denn Oberflächendesign hat bei einer Applikation wenig mit schönem Schein zu tun, sondern entscheidet über deren Nutzbarkeit und damit ihrem Nutzen.

Statt Mann und Maus: Nicht überall ticken die Uhren der IT schneller: Maus, Tastatur, Anwendungsfenster mit Menübalken - dieses Dreigestirn nutzt der Desktopanwender seit über 20 Jahren. Langsam kommt Bewegung in die Sache: Allerdings punktet schlichter Nutzwert über aufmerksamkeitsheischende Effekte.

Berühren und bewegen: KDE 4.4 ist die erste KDE-Version, die sich das aktuelle Qt 4.6 einverleibt. Dieser Artikel führt dem Anwendungsentwickler zwei neue Qt-Eigenschaften vor Augen, mit denen er in Zukunft zu tun haben wird: grafische Animation und gestische Bedienung.

Mit Frischesiegel: Die nächste Hauptversion 3.0 von GTK+ soll in gut einem Jahr erscheinen. Spektakuläre Neuerungen wird es nicht geben. Die Entwickler des GUI-Toolkits arbeiten stattdessen daran, mit frischer Luft im Code sauberes, gesundes Wachstum anzustoßen.

Alternativ-Baukästen: Kommt das Gespräch auf GUI-Toolkits, drängen sich in Linux-Kreisen meist die Marktführer Qt und GTK+ auf. Dieser Artikel stellt drei Alternativen vor, die sich mit ihren Stärken nicht zu verstecken brauchen.

Für PDF-Liebhaber: Den GUI-Schwerpunkt für kreative Entwickler gibt es mit 7 Artikeln als Sparpaket zum Download.

Software

Intro: Diesen Monat bekommen DELUG-Käufer die doppelte Datenmenge zum einfachen Preis - eine DVD-9. Die war nötig, um das umfangreiche Videomaterial der CCC-Konferenz von Ende Dezember unterzubringen, aber auch eine hackbereite Metasploit-Distribution.

Schrift-Schmiede: Symbolschriften gibt es wie Sand am Meer, doch fehlt manchmal genau das benötigte Symbol. Der findige Linuxer greift zu dem freien Schrifteditor Fontforge und schmiedet die Lettern selbst.

Bitparade der HTML-Galerien für die Kommandozeile: Ausstellung eröffnet! Ein Befehl, und die eigene Bildersammlung präsentiert sich in einem schmucken Webalbum. Unter Linux empfehlen sich einige Kommandozeilentools als Galeriekuratoren. Diese Bitparade zeigt sieben davon.

Für PDF-Liebhaber: Wer die Bitparaden schätzt, sollte sich die Bitparadensammlungen Software-Guides I und II auf der Bundle-Seite in der E-Bibliothek ansehen.

Projekteküche: Freie Software simuliert die in 30 Jahren anstehende Marsbesiedlung, verschafft einen Überblick über soziale Netzwerke und sorgt für Ordnung im Debattierklub. Zu essen gibt es knusprige Hähnchen-Nuggets.

Tooltipps: Fastfwd 0.2 - Port-Forwarding ohne Firewallregeln; Log Watcher 0.5 - Syslog-Ausgabe optisch aufbereiten; Droopy 20091229 - Mini-Webserver mit Uploadmöglichkeiten; Rabbit 4.4 - Webproxy zur Optimierung des Datendurchsatzes auf langsamen Verbindungen; Fsarchiver 0.6.4 - Dateisystem-Inhalt als komprimiertes Archiv sichern; Mbuffer 20091227 - Verbindungen besser puffern.

Sysadmin

Intro: Aus dem Alltag eines Sysadmin - Clam FS. Am Ende verdirbt eine Zutat den Brei, die ganz sicher nicht hineingehört. Wer die Anzahl der Köche nicht reduzieren kann, muss dessen Genießbarkeit anderweitig sicherstellen.

Für PDF-Liebhaber: Admins besten Freund gibt es als Charly-Bundle.

Vollautomatik: Das Security-Framework Metasploit scannt ganze Netzwerke auf Schwachstellen und wird dabei vor allem in Windows-LANs fündig. Indem es zahlreiche Exploits durchprobiert, gibt es Admins und Linux-Advokaten nebenbei gute Argumente für die Migration zu freier Software.

Auf Draht: 1-Wire, der Ein-Draht-Bus, ist eine handliche Eigenbaulösung für viele Szenarien, zum Beispiel die Temperaturmessung im Serverraum. Die Open-Source-Programme Digitemp, Owfs und W1retap helfen aber auch Aquariumbesitzern, Klimaforschern oder Hobbyönologen.

Besser nachlesen: Serverprotokolle auswerten kann für den Admin eine aufwändige Arbeit sein, vor allem wenn er die Ergebnisse auch noch präsentieren muss. In fast allen Fällen hilft das Perl-Tool Log2timeline weiter.

Hardware

Frischer Wind: Segmentierbar, virtualisierbar und ganz auf die Kontrolle der Anwendungen im LAN bezogen: Die neueste Windmaschine auf dem Firewallmarkt kommt aus Kalifornien und heißt PA-4020. Das Linux-Magazin durfte als Erster exklusiv ein Gerät testen.

Für PDF-Liebhaber: Dieser Artikel ist mit sechs weiteren Artikel-PDFs im Appliance-Bundle enthalten.

Forum

Kohle und freie Software: Europäer machen gerne nach, was über den großen Teich aus Amerika zu ihnen herüberschwappt. So auch die ausschweifende Patentierungspraxis der letzten Jahre. Jetzt ist wieder alles anders: Die USA gehen nach dem Bilski-Urteil vom Gas - wir auch?

Debianopolis: Zeit wird's - der Squeeze-Installer ermöglicht englische Systemsprache auf Qwertz.

Tux liest: Ausfälle im IT-Betrieb sind ärgerlich und teuer. Ein Buch zur Hochverfügbarkeit mit Linux-Clustern zeigt dem Admin, wie er vorsorgt. Der zweite Titel richtet sich an Programmiereinsteiger, die sich mit dem Gespann PHP und MySQL vertraut machen möchten.

Programmieren

Perl-Snapshot: Perl-Skript lässt Digitalrekorder rückwärts laufen. Der Titel des Beatles-Songs "Revolution 9" soll nach einer Verschwörungstheorie rückwärts gespielt einen Hinweis offenbaren, dass das Management die Band gezwungen habe, den toten Paul McCartney durch einen Doppelgänger zu ersetzen. Perl macht klar: alles Schwindel!