Open Source im professionellen Einsatz

Kolab bekommt SyncML-Anschluss für Mobilgeräte

08.07.2008

Der Bremer Linux-Distributor Univention hat in Zusammenarbeit mit Partnern die Open-Source-Groupware Kolab 2 um einen Anschluss an das SyncML-Protokoll erweitert.

182

Über das plattformunabhängige SyncML-Austauschformat lassen sich Groupware-Daten mit Mobiltelefonen und PDAs synchronisieren. Derzeit befindet sich die Integration in Kolab im Stadium eines Release Candidate: Nach Angaben des Herstellers funktioniert bereits die Synchronisation von Kalender- und Kontaktdaten. Der Abgleich von Aufgaben und Notizen ist vorgesehen, aber noch nicht fertiggestellt und getestet.

Die Integration hat Univention auf Kundenwunsch in Auftrag gegeben. Dabei übernahm die Firma Intevation aus Osnabrück Qualitätssicherung und Projektleitung, die Programmierung besorgte das im Kolab-Projekt aktive Unternehmen Pardus.

Als Grundlage für die Lösung im Kolab-2-Webclient diente das Open-Source-Framework Horde. Es besaß bereits grundlegende SyncML-Fähigkeiten und wird in einigen Implementierungen als Web-Oberfläche für Kolab-Server eingesetzt.

Binärpakete und eine Anleitung zur Installation des Release-Kandidaten auf Univentions Server-Produkten gibt es im Web-Forum des Anbieters. Dort finden sich auch konkrete Hinweise, wie die Synchronisation mit dem RIM Blackberry 8800 konfiguriert wird (PDF).

Der unter GPL und LGPL lizenzierte Quelltext steht bei Univention als Debian-Source-Paket bereit. Der Pardus-Entwickler Gunnar Wrobel beschreibt in seinem Blog die Installation aus dem Kolab-CVS. Die Neuerungen sollen Eingang in die kommende Kolab-Version 2.2.1 finden.

Ähnliche Artikel

  • Kolab 2.2.0 samt Horde-Webclient veröffentlicht

    Das Kolab-Projekt hat seinen freien Groupware-Server in Version 2.2.0 veröffentlicht. Zu den Neuerungen gehört der mitgelieferte Horde-Groupware-Client, der Anwendern den Zugriff per Weboberfläche ermöglicht.

  • Thunderbird lernt mehr Kolab: Sync-Kolab 3.0 veröffentlicht

    Wer Thunderbird mit einem freien Groupware-Server betreiben will, braucht Durchhaltevermögen. Von Haus aus kann der beliebte Mailclient Termine und Adressen nicht wirklich im Team verwalten, doch mit einigen Add-ons zwingt ihn der Anwender zur Teamarbeit. Eines davon, Sync-Kolab ist jetzt in Version 3.0 erschienen und verspricht, vieles besser zu machen.

  • Desktop Summit Programm für mobile Geräte: Kolab-Active-Sync Demo

    Die Macher von Kolab haben für den KDE und Gnome Desktop Summit 2011 in Berlin das Programm zum einfachen Download als Ical-Version und via Active Sync zur Verfügung gestellt.

  • Kolab 3.1 I-Rony

    Offene Standards und Open Source sind das Dogma der Groupware Kolab. Die aktuelle Alpha der kommenden Version 3.1 erweitert mit den Protokolle Caldav und Carddav die Zahl der kompatiblen Clients immens: Bald sollen so Kolab-Daten auch auf I-OS, Mac OS X, Thunderbird und Evolution kommen.

  • Gruppenbaustelle

    Die Arbeit geht weiter: Nach Jahren der Stagnation bekommt der freie Groupwareserver jetzt Sync ML, Active Sync und Kontact-Desktop-Clients für Smartphones, Apple OS X und Microsoft Windows spendiert. Hinter den Kulissen werkelt nun mit Kolab Systems eine neue Firma.

comments powered by Disqus

Ausgabe 09/2014

Digitale Ausgabe: Preis € 6,40
(inkl. 19% MwSt.)

Artikelserien und interessante Workshops aus dem Magazin können Sie hier als Bundle erwerben.

Insecurity Bulletin

Insecurity Bulletin

Im Insecurity Bulletin widmet sich Mark Vogelsberger aktuellen Sicherheitslücken sowie Hintergründen und Security-Grundlagen. mehr...

Linux-Magazin auf Facebook