Open Source im professionellen Einsatz

"Knowledge in a Wiki" debütiert als Vollversion 1.0

20.10.2010

Das EU-geförderte Wissensmanagement-Projekt Kiwi hat sich nach zweieinhalb Jahren die erste Major-Release erabeitet.

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"Kiwi" (Knowledge in a Wiki) ist eine Art zur Social-Web-Plattform erweiterte erweiterte Wiki-Software. Die ersten drei Vorveröffentlichungen mit der initialen Implementierung datieren von Frühjahr 2009. Die vorliegende Version 1.0 soll nun eine Plattform mit Tools an die Hand geben, damit Unternehmen und Communities mit semantischer Technologie ausgestattete Social-Web- und Kollaborationsplattformen bauen können. Zweck ist, dass die Mitglieder einer Plattformen Informationen im Sinne eines semantischen Webs teilen: Nach eigenen Angaben will das Projekt die Zusammenarbeitsmöglichkeit von Wikis mit Methoden verbinden, bei denen der Rechner selbständig zueinander passende Informationen erkennt.

Wie die "semantische Social-Web-Plattform" aussehen soll, ist schwer vorzustellen. Aber es gibt eine Online-Demo.

Die Java-Software steht laut der Freshmeat-Projektseite unter der BSD-Lizenz zum Download bereit. Es gibt eine Online-Demo von Kiwi sowie eine Feature-Übersicht. Auch ein paar Fallstudien aus dem Jahr 2008 unter anderem bei Sun Microsystems zeigen die Software in Aktion.

Hinter dem EU-geförderten Projekt Kiwi stecken eine Reihe Universitäten und Semantic-Web-Unternehmen.

Das Kiwi-Projekt ist ein von 2008 bis 2011 von der EU gefördertes Forschungsprojekt. Es erhält 2,69 Millionen Euro aus dem Bereich "Informations- und Telekommunikationstechnologie" des 7. Rahmenprogramms, ein Topf zur Förderung europäischer Forschung zwecks Erfüllung der Lissabon-Strategie, und steht unter der Leitung eines Konsortiums aus vier akademischen und drei unternehmerischen Organisationen. Das Projektbudget besteht insgesamt aus 3,8 Millionen Euro. Die Leitung hat die nicht-gewinnorientierte Forschungseinrichtung Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H. inne, weitere Mitglieder sind zum Beispiel die Ludwig-Maximilians-Universität München sowie die Prager Niederlassung von Sun Microsystems, heute Oracle.

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