Open Source im professionellen Einsatz

Kernel 4.3 veröffentlicht

02.11.2015

Mit der Veröffentlichung des Kernel 4.3 geht laut Linus Torvalds ein "eher ruhiger Release-Zyklus" zu Ende. Zugleich hat der Kernelchef das Merge-Window für Version 4.4 eröffnet.

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Die neue Kernel-Version beendet unter anderem den Support für das Dateisystem Ext 3. Das lässt sich jedoch seit der Einführung von Ext 4 über dessen Treiber nutzen oder mit ein paar Befehlen in ein Ext-4-System umwandeln. Für Ext 4, aber auch Btr-FS, haben die Entwickler den Trimming-Support verbessert.

Weil sich IPv6, der Nachfolger des IPv4-Netzwerkprotokolls, immer mehr etabliert, sei es nun endlich auch standardmäßig im Linux-Kernel aktiviert, schreibt Entwickler Tom Herbert im Changelog. Die von Thomas Graf integrierten Lightweight Tunnel sollen es ermöglichen Datenverkehr in virtuellen Netzwerken einfach zu kapseln. Ambient Capabilities sollen es künftig ermöglichen, spezifische Rootrechte an Anwendungen zu übergeben, die ein einfacher Benutzer gestartet hat.

Im Grafikbereich gibt es für den Intel-Treiber diesmal die größten sichtbaren Änderungen. Nach diversen Aufräumarbeiten gilt der Code für Intels aktuelle Skylake-Reihe jetzt als stabil und wird standardmäßig aktiviert. Daneben unterstützt Kernel 4.3 AMDs neuen Grafikchip R9 Fury. Neues gibt es auch von Kdbus: Die Entwickler möchten den Code unter anderem wegen des Feedbacks von der Kernel-Mailingliste weiter überarbeiten und haben den nächsten Pull Request verschoben.

Linux 4.3 steht auf Kernel.org zum Download bereit, weitere Infos zu den Neuerungen liefert ein Artikel im aktuellen Linux-Magazin. Nach dem Release hat Linus Torvalds das Merge-Window für Kernel 4.4 eröffnet, der nach den Plänen von Greg Kroah-Hartman eine Release mit Langzeit-Support werden soll.

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