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Kaspersky-Studie: Bitcoin-Malware nahm 2013 zu

24.04.2014

Laut einer Kaspersky-Studie zu Cyberbedrohungen im Finanzbereich ist die Zahl der Bitcoin-Attacken im Jahr 2013 um das 2,5-fache gestiegen, insgesamt habe der Hersteller von Sicherheitslösungen von rund 8,3 Millionen Vorfällen erfahren.

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Im letzten Jahr setzten Angreifer im Finanzbereich laut Studie in knapp 29 Prozent aller Fälle auf Bitcoin-Malware. 20 davon entfielen auf Programme, die Bitcoin-Geldbörsen stehlen, rund 9 Prozent auf Downloader von Bitcoin-Minern. In den restlichen 71 Prozent der Fälle griffen die Hacker zu "traditionellen" Methoden des Geldbetrugs mit Hilfe von Banking-Malware (67 Prozent) und Keyloggern (4 Prozent).

Verteilung der Malware, die laut Kaspersky 2013 auf Finanzsoftware abzielte.

Angesicht der Wertsteigerung von Bitcoin im letzten Jahr ist die Steigerung von 2,5 Prozent eher unspektakulär. Aktuell kostet ein Bitcoin rund 350 Euro, Bitcoin aus gestohlenen Wallet-Dateien lassen sich recht problem- und spurlos in echtes Geld umwandeln. Da die virtuelle Währung kaum staatlicher Regulierung unterliegt, können die Bitcoin-Besitzer nicht mit Erstattung rechnen. Die Angreifer stehlen dabei laut Pressemitteilung entweder die "virtuellen Geldbörsen" (Wallets) der Bitcoin-Besitzer von den Rechnern oder installieren Mining-Software, die mit Hilfe der fremden Grafikkarten und ohne Wissen der Besitzer Bitcoin generiert.

Kaspersky empfiehlt Bitcoin-Nutzern, diese nur bei vertrauenswürdigen Online-Anbietern zu verwalten. Online-Wallets seien aber auch bei renommierten Anbietern nicht unbedingt sicher, hier würden Gefahren wie bei traditionellen Banken drohen. Die Pressemitteilung empfiehlt, lokale Bitcoin-Wallets zu verwenden, etwa die Open-Source-Produkte Electrum und Armory, welche die Wallets mit Passwörtern sichern.

Diese Passwörter solle man möglichst gut wählen. Noch sicherer sei es, die Wallet-Dateien offline zu lagern und größere Bitcoin-Summen auf Computern ohne Internetzugang zu verwalten (Offline Wallet). Backups an einem sicheren Ort schützen Wallet-Dateien vor Diebstählen, Gerätedefekten, Feuer oder anderen Katastrophen. Nicht zuletzt empfiehlt Kaspersky wenig überraschend, den Einsatz von Antivirensoftware auf PCs, Macs und Android-Geräten.

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