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Kandidaten für Googles Summer of Code

Eine ziemlich lange Latte von Projekten nehmen auch in diesem Jahr an Googles Summer of Code teil. Dabei tragen Studenten im großen Stil zu Verbesserungen an bekannten Open-Source-Projekten bei.

Googles Summer of Code erfreut sich im Open-Source-Bereich großer Beliebtheit. Dabei bewerben sich Studenten bei Open-Source-Projekten, um bestimmte Aufgaben zu erledigen. Die Projekt sagen im Gegenzug Mentoren zur Betreuung zu und Google finanziert das Ganze. Mittlerweile stehen die unterstützten Projekte für das Jahr 2009 fest, wir werfen einen kurzen Blick auf die erfolgreichen Kandidaten. Nebenbei: Deutschland liegt mit 55 akzeptierten Studenten auf Platz 3 beim Summer of Code. Vorn liegen die USA mit 212 angenommenen Bewerbern.

Zu den unterstützten Projekten gehören unter anderem Ffmpeg, in dem gleich 9 Studierende an der Verbesserung des Multimedia-Backends arbeiten, dass etwa MPlayer und VLC nutzen. Sie ergänzen die Software unter anderem um RTMP-Fähigkeit zum Streaming von Flash, einen S/PDIF Muxer und einen MPEG 4 ALS Decoder. Außerdem soll Ffmpeg eine Such-API für die Libavformat erhalten.

Elf akzeptierte Studenten bereichern die Distribution Debian mit neuen Features. So will Cristian Mauricio Porras Duarte ein History Tracking für Aptitude Package Management einführen, während Stephan Peijnik an einem distributionsunabhängigen Update Manager arbeitet. Nicht zuletzt bastelt ein weiterer Student an einer Möglichkeit für Debian, AMI Images für Amazons EC2 Cloud zu bauen.

Auch das Desktop-Publishing-Projekt Scribus nimmt am SoC 2009 teil. Die Entwickler wollen den PDF-Export verbessern und XPS-Support in die Software einbauen. Zudem will Meetanshu Gupta den "Suchen-und-Ersetzen"-Algorithmus neu implementieren, damit Scribus in dem Programm eingesetzte Texte effizienter durchsucht.

Auch KDE ist natürlich wieder an Bord. Hier erhalten rekordverdächtige 38 Entwickler Unterstützung von Google und arbeiten dementsprechend auf vielen Baustellen. Es gibt Verbesserungen an Plasma und den Plasmoiden (etwa einen neuen Widget-Explorer) und mit KCall soll ein eigener VoIP-Client für KDE entstehen beziehungsweise die Arbeit an einer angefangenen Version wieder aufgenommen werden. Akonadi soll eine globale Outbox erhalten, Krita bekommt einen 3D-Brush und eine neue Tile- und Mipmapping-Engine. Kopetes MSN-Support soll besser werden und KHTML einen WYSIWYG-Editor erhalten.

Wer eine komplette Liste mit den unterstützten Projekten sehen will, schaut hier nach. Ein Klick auf die einzelnen Projekte zeigt detailliert die akzeptierten Aufgabenstellungen.

(Kristian Kißling)
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