Open Source im professionellen Einsatz

KDE veröffentlicht Plasma 5.9

01.02.2017

Die KDE-Entwickler haben eine neue Version ihrer beliebten Desktop-Umgebung Plasma mit zahlreichen kleineren Neuerungen veröffentlicht. Unter anderem gibt es globale Menüs, einen verbesserten Taskmanager und ein leicht überarbeitetes Design.

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Nachrichten können jetzt interaktive Vorschauen anbieten. Diese Funktion unterstützt unter anderem Spectacle, das dort den geschossenen Screenshot anzeigt. Dank der verbesserten Drag-and-Drop-Funktion lässt sich das Bild von dort direkt in eine andere Anwendung, wie etwa das E-Mail-Programm ziehen.

Zieht man ein Programm oder ein Dokument auf den Desktop oder ein Panel, erzeugt Plasma ein passendes Icon-Widget. Dieses Widget besitzt ab sofort wieder ein Einstellungsfenster. In ihm kann man unter anderem das Symbol und die Beschriftung austauschen.

Der Taskmanager wechselt jetzt mit der Tastenkombination [Meta] + Zahl zwischen den Fenstern. Des Weiteren kann er verschiedene Anwendungen an einer Aktion festpinnen. Alle Anwendungen, die gerade Musik oder Töne wiedergeben, markiert der Taskmanager zudem ähnlich wie Webbrowser mit einem entsprechenden Symbol. Über einen Button kann man den lärmenden Verursacher gezielt stumm schalten. Die Tooltipps des Taskmanagers bieten mehr Informationen in einer kompakteren Darstellung.

Das Quick-Launch-Applet unterstützt jetzt Sprunglisten. Ein neues Applet stellt eine in KDE 4 vermisste Funktion wieder her: Das Applet gruppiert mehrere Widgets in einem einzelnen Widget.

Des Weiteren haben die Entwickler die Optik leicht überarbeitet. So erscheinen jetzt die Scrollbars kompakter. Die Systemeinstellungen bieten ein neues Modul zur Einrichtung von Netzwerkverbindungen.

Zurück sind die von vielen Anwendern schmerzlich vermissten globalen Menüs. Dabei lassen sich die Hauptmenüs von KDE-Anwendungen in einem separaten Widget etwa am oberen Bildschirmrand wie unter MacOS anzeigen oder über ein Symbol in der Titelleiste zugänglich machen. Beide Varianten sind optional.

Abschließend haben die Entwickler die Wayland-Unterstützung verbessert. So können Anwender Screenshots schießen, maximierte Fenster zeigen keinen Rand mehr und es gibt ein neues Modul in den Systemeinstellungen für die Einstellungen von Touchpads.

Sämtliche Neuerungen listet die offizielle Ankündigung auf. Wer bereits Plasma 5.8 einsetzt, muss nicht zwingend umsteigen: Da die Version 5.8 eine Langzeitunterstützung (LTS) erhält, liefern die Entwickler für sie auch weiterhin Aktualisierungen.

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