Offensichtlich arbeiten das KDE-PIM-Team, Trolltech und Scalix an einem Groupware-Konnektor für den kommerziellen Scalix-Server. Von der Kolab-Version des KDE-Clients ist ebenfalls eine neue Version erschienen.

Wie auf der Mailingliste der KDE-PIM-Entwickler zu erfahren ist, fehlen nur wenige Patches auf Seiten des Scalix-Groupware-Servers, damit Kontact ihn nutzen kann.

Die Struktur der Kommunikation zwischen Server und Client läuft für Kontact mittlerweile bei Kolab und Scalix sehr ähnlich ab, deshalb haben die Programmierer den Sourcecode vorerst in den Enterprise-Branch von KDE-PIM übergeben. Dort pflegen die Entwickler auch ein speziell für den Kolab-Server angepasstes Kontact, von dem in den letzten Tagen erst eine neue Version veröffentlicht wurde. Dieser Kolab-KDE-Client basiert auf der KDE Version 3.3, wird speziell für den Unternehmenseinsatz und Kolab-Kompatibilität gepflegt und liegt mittlerweile in Version 2.1.8. vor. Neben Bugfixes im IMAP- und LDAP-Handling kann die neue Version erstmals E-Mails auch in Groupware-Ordnern automatisch filtern. Kurz nach der Veröffentlichung traten aber Probleme mit der Filterung neuer Nachrichten in öffentlichen Ordnern auf, woraufhin das Kolab Team betroffenen Administratoren empfahl, auf die in Kürze erscheinende Version
2.1.9 zu warten.

KDE ist zusammen mit GNOME die wohl beliebteste Benutzeroberfläche unter Linux und liegt aktuell in Version 3.5.7 vor, wobei bereits Betaversionen von KDE 4 erhältlich sind. Kolab ist ein komplett freier Open-Source-Groupware Server, der ursprünglich mit Unterstützung des BSI entwickelt wurde. Der Scalix-Groupware-Server ist nur teilweise im Quelltext verfügbar, basiert auf HPs Openmail, und bietet Groupware-Funktionen für Outlook und Webmail in großen Unternehmen. Scalix wurde kürzlich von Xandros übernommen.