Jumpshot: USB-Revovery-Stick mit vielen Funktionen
Auf der Crowd-Funding-Plattform Kickstarter sorgt derzeit ein Projekt von zwei jungen Texanern für Furore: Jumpshot, ein USB-Stick mit Linux, verspricht PC-Besitzern umfangreiche Rettungs- und Säuberungsfunktionen, die weit über die Funktionen normaler Rescue-Disks hinausgehen. Ab November soll es die Software geben, das Marketing und Merchandising läuft dagegen schon auf vollen Touren, inklusive einprägsamer Figuren.
"Mit einem großen Schnurrbart kommt die Verantwortung", steht auf einem T-Shirt der Jumpshot-Entwickler. Der Schnurrbart ist das Markenzeichen von Officer Pete, einer der zehn Figuren, auf denen ein texanisches Startup unter dem Motto "Eine neue Waffe gegen den PC-Frust" ihr Marketing für ihr USB-Stick-basiertes Rettungssystem aufbaut. Auch wenn die Kampagne von viel Humor geprägt ist und offensichtlich auf die breite Masse abziehlt, steckt in den USB-Sticks in Menschen- und Tierform doch interessante Technik: Drückt der Besitzer den Figuren auf den Bauch, springt ein USB-Anschluss hervor. Der eingebaute USB-Stick ist zwischen 8 und 32 GByte groß und beherbergt ein Live-Linux-System, das Windows-Usern nicht nur im Notfall hilfreiche Dienste zu leisten verspricht.
Ab November soll Jumpshot Viren erkennen, Mal- und Spyware entfernen, es sucht automatisch nach fehlenden Komponenten der installierten Software sowie nicht optimalen Hardwareparametern. Figuren wie "Dale Jumshot Jr." beschleunigen den Bootvorgang, während Nikita den Browser auf die Sprünge hilft. Holmes kümmert sich um Privacy-Einstellungen, Mario um die Internet-Bandbreite, während Dr. Liza die Festplatttenbelegung analysiert.
Windows automatisch aufräumen
Auch der Download auf einen eigenen USB-Stick sei möglich, schreiben die Entwickler auf Kickstarter. In jedem Falle bootet der Anwender einmal das Linux-Live-System und könne sich dort in einer ansprechenden GUI durch aufgetretene Probleme klicken und selbst Lösungen anwenden, für die die Jumpshot-Automatik keine Antwort habe. Nach dem nächsten Reboot präsentiert sich dann das lokal installierte Windows-System deutlich beschleunigt. Die Kombination aus freier und proprietärer Software (die Windows-Tools liegen offenbar nur als Binary vor) wird dabei Hard- und Software sowie den Internetzugang automatisch erkennen, seine aktuellste Version herunterladen und "mit forensischen Tools" die Festplatten des Rechners analysieren und installierte Systeme optimieren.
Das das Windows (XP, Vista, 7 oder 8) dazu gar nicht laufen muss, bezeichnen die Entwickler David Endler und Pedram Amini als ihr Alleinstellungsmerkmal. Als Motiv für die Gründung des Startups nennen die beiden, die sich selbst als "texanische Nerds" bezeichnen, die Tatsache, dass sie "es satt hatten, den Admin für Freunde und Familie zu spielen." Das habe zu einem Zustand geführt, den sie als PTSD bezeichnen. Allerdings entspräche das nicht der englischen Abkürzung für das Postraumatische Belastungssyndrom, sondern als Akronym für "Persistent Tech Support Desease", siehe in diesem Video.





